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Mahnbescheid Kreditkartenvertrag, Widerspruch wegen Verjährung?

| 09.03.2014 13:04 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning


Hallo zusammen,

ich habe am 26.02.2014 einen Mahnbescheid erhalten vom Amtsgericht Stuttgart.
Die Hauptforderung bezieht sich auf einen Kreditkartenvertrag, der am 19.02.2000 abgeschlossen wurde.

Hintergrund: Ich habe im Jahr 2000 einen Camcorder gekauft und diesen Kauf per Ratenzahlung beglichen, das Ganze lief über eine sogenannte "Comfort Card", dahinter steckt also kein "Kreditkartenvertrag" wie im Mahnbescheid beschrieben, sondern eine ganz normale Ratenzahlungsvereinbarung.
In der Folge habe ich dann noch mehrmals Sachen gekauft, die über diese "Comfort Card" abgewickelt wurden.
Im Jahre 2009 wurde ich arbeitslos, es gab immer wieder Rücklastschriften und mir wurde der Ratenvertrag gekündigt und die komplette Summe eingefordert.
Es gab noch mehrere Mahnungen, am 1.12.2012 hat dann die Santander Consumer Bank AG (vorher GE Money Bank) die Forderung abgegeben an die Heidelberger Inkasso (Taloa Equity Mangement GmbH)

Seit dem Jahr 2009 habe ich weder Zahlungen geleistet noch ein Schuldanerkenntnis unterschrieben.
Ich möchte darum Widerspruch einlegen wegen Verjährung.
Meine Fragen:
1.) Hat der Widerspruch Aussicht auf Erfolg oder soll ich doch lieber versuchen, eine Ratenzahlung zu vereinbaren?
2.) Wie muß ich den Widerspruch begründen, reicht einfach das Sichwort "Verjährung" aus?
3.) Ich habe mal am Telefon gesagt: "Ja, ich weiß, daß ich das noch zahlen muß, kann aber nur in ganz kleinen Raten."
Gilt so ein mündliches "Ratenrückzahlungsangebot" auch schon als Hemmung der Verjährung?

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner Fragen!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Zu 1)
Die Erfolgsaussichten eines Widerspruchs können nicht abschließend geprüft werden.

Zwar wäre ein Widerspruch zeitlich noch rechtzeitig möglich, da die Frist erst am 12.03.14 abläuft. Ferner wäre der Mahnbescheid nicht ausdrücklich genug bestimmt, da ein fehlerhafter Rechtsgrund mitgeteilt wird, was zur Unzulässigkeit des Mahnbescheid führt.

Allerdings sind sämtliche Vertragsdaten sowie die geführte Korrespondenz unbekannt, so dass die Verjährung nicht geprüft werden kann.

Zu 2)
Ein Widerspruch muss nicht begründet werden.

Zu 3)
Die Äußerung stellt keine neue Ratenzahlungsvereinbarung da, da die Annahme wie auch die Angabe der Raten fehlt. Ob es sich um eine hemmende Verhandlung handelt, kann aufgrund des fehlenden Kontexts nicht abschließend geprüft werden. Auf des ersten Blick erscheint die Äußerung aber keine Hemmung bewirkt zu haben, da nicht über den Bestand der Forderung verhandelt wurde, sondern die Existenz durch Sie anerkannt wurde.


Für eine - hier nicht mögliche - ausführliche juristische Prüfung des Sachverhalts stehe ich unter den hier hinterlegten Kontaktdaten gerne zur Verfügung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 09.03.2014 | 19:28

Die "Korrespondenz" war recht einseitig, ich habe nicht geantwortet und auch sonstwie gab es von mir keinerlei schriftliche Reaktion.
Sie bestand nur aus den üblichen "Drohbriefen", teilweise auch verbunden mit einem großzügigen Nachlaß von der Hälfte der Forderung, wenn ich in einem Betrag bezahle...
Laut Beiträgen in den einschlägigen Foren könnte ein solch "großzügiges" Angebot schon ein Indiz für die Unrechtmäßigkeit/vorraussichtliche Erfolglosigkeit der Forderung sein.
Es war aber nichts rechtlich relevantes (Mahnbescheid, Klage o.ä.) dabei.

Vertragsdaten: Abschluß am 19.02.2000, in der Folge normaler Verlauf (Ratenzahlung per Lastschrifteinzug).
Am 17.09.2009 Kündigung des Vertrages durch die Santander Consumer Bank mit Forderung der kompletten Restschuld.
Seitdem keinerlei Zahlungen, Schuldanerkenntnisse oder jeglicher von mir ausgehender Schriftverkehr!

Wie wäre hier der Status der Verjährung bzw. wie schon in 1.) gefragt kann man etwas zu den Erfolgsaussichten eines Widerspruchs sagen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.03.2014 | 08:47

Hallo

und vielen Dank für Ihre Nachfrage. Um die Verjährung prüfen zu können, müsste das gesamte Forderungskonto eingesehen werden. Ferner wäre eine Prüfung sämtlicher Kreditverträge erforderlich, da nur bereits fällige Zinsen der Verjährung unterliegen können.

Allerdings deutet die Kündigung 2009 darauf hin, dass seinerzeit der gesamte Kreditbetrag fällig gestellt wurde, so dass eine Verjährung am 31.12.2012 eingetreten sein könnte. Eine abschließende Beurteilung ist aus den genannten Gründen jedoch nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Henning
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.03.2014 | 10:46

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"Sehr freundliche und kompetente Antwort, auch auf die Rückfrage!
Keine endgültige Empfehlung, logisch, aber auch die Hinweise haben mich in meiner Entscheidung bestätigt und auf jeden Fall eine große Hilfe geboten.

Ein kurzer Hinweis zu den Anwälten, die um Erhöhung des Einsatzes gebeten haben:
Ich weiß, daß normalerweise sehr viel mehr für eine anwaltliche Beratung bezahlt wird, und habe darum auch Verständnis, daß mein "kleiner" Einsatz Ihnen zu gering vorkam, um tätig zu werden.
Ziehen Sie jedoch auch in Betracht, daß ich finanziell nicht gut aufgestellt bin (die Frage deutet es bereits an ;-)) und auch auf den ersten Blick kleine Beträge für mich viel Geld bedeuten!

Auf jeden Fall weiß ich jetzt mit dem Anwortgeber, wo ich denn wirklich kompetetente und freundliche Beratung bekomme, wenn es denn später mal um "größere" Sachen und Summen gehen sollte..."
Stellungnahme vom Anwalt:
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