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Mahn- und Inkassogebühren aufgrund einer falschen Adresse

24.07.2016 20:04 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Rückgabe von Hardware bei Anbieter (hier: Unitymedia); Verzugsschaden

Guten Tag,
Ich habe im Mai 2015 meinen Internetvertag von der unitymedia gekündigt. Vertragsgemäß wurde der Service zum 31.01.2016 deaktiviert. 10 Tage nach Ende der Vertragslaufzeit hätte ich die mir zur Verfügung gestellte Hardware an unitymedia zurück senden sollen.
Mir war es aber nicht bewusst, dass die Hardware nur geliehen war und ich habe mich somit auch nicht um eine Rücksendung bemüht.
Nun ist im Juli 2016 an die Adresse meiner Eltern (anderes Bundesland und seit Jahren nicht mehr mein Wohnsitz) ein Schreiben eines Rechtsanwalts eingangen (datier auf den 07.07.2016), der im Auftag der unitymedia GmbH die Zahlunsforderung geltend machen soll.
Laut diesem Schreiben sind in der Zwischenzeit folgende Kosten angelaufen:
-Hauptforderung der Mandantin: 121,51€
-Zinsansprüche der Mandantin aus Verzug ab frühestens 10.04.2016 gemäß §§ 280, 286 BGB aus dem jeweiligen Rechnungsbetrag (in der Summe 121,51€) in Höhe von 5,00%: 1,46€
-Verzugsschaden aus erfoderlich gewordener Beauftragung der Firma KOHL gemäß § 280 BGB iVm § 13 RVG, Nr. 2300, 7002 VV RVG: 103,82€
- Verzugsschaden aus erfoderlich gewordenen Drittauslagen gemäß §§280,670,675 BGB: 5,90€
Summe: 232,69€ Zahlungsziel bis zum 12.07.2016
Da ich bis zu diesem Zeitpunkt weder von unitymedia noch von der Firma KOHL ein Schreiben erhalten haben, habe ich mich sofort per Mail mit dem Anwalt in Verbindung gesetzt, um herauszufinden um was es überhaupt geht und um meine korrekte Adresse mitzuteilen.
Am 12.07.2016 habe ich an meine aktuelle Adresse ein Schreiben des Anwaltes erhalten, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich wegen nicht zurückgegebener Hardware eine Betrag von mittlerweile 232,77€ innerhalb von 10 Werktagen überweisen soll.
Da sich die betreffende Hardware immer noch in meinem Besitz befindet, habe ich ein einem postalischen Schreiben den Anwalt gebeten, mir die Rücksendeanschrift mitzuteilen und die Absicht geäußert, die Hardware umgehend zurück zu senden. Mit dieser Begründung habe ich in diesem Schreiben auch der Hauptforderung widersprochen. Außerdem habe ich auch den Inkassokosten widersprochen, da die Einschaltung eines Inkassobüros meines Erachtens nicht erforderlich war (wenn ich ein Schreiben von unitymedia erhälten hätte, hätte ich mich ja sofort um die Angelegenheit gekümmert) und die entstanden Kosten als überhöht zurückgewiesen. Desweiteren habe ich den Anwalt aufgefordert mir den ursprünglichen Schriftverkehr von unitymedia (Rechnung, Mahnungen etc.) und eine detaillierte Aufstellung der entstanden Inkassokosten bis zum 22.07.2016 zukommen zu lassen.
In einem Schreiben vom 19.07.2017 habe ich von dem Anwalt nun den Schriftverkehr der unitymedia erhalten. Sowohl die Aufforderung zur "Rückgabe Zubehör" vom 20.02.2016, als auch die Rechnung vom März 2016, die 1. Mahnung vom 19.04.2016 sowie die 2. Mahnung vom 07.05.2016 sind von unitymedia an eine Adresse versendet worden, an der ich nie gemeldet oder wohnhaft war. Ich hätte diese Schreiben nie erhalten können.
Ich werde nun, wie angekündigt unverzüglich die geliehene Hardware gemäß der Aufforderung "Rückgabe Zubehör" an die unitymedia zurück senden.
Damit sollte ja meines Erachtens die Hauptforderung hinfällig sein, oder?
Sind aufgrund der falschen Adresse nun auch alle weiteren Kosten (Inkassokosten, Zinsanspüche etc.) hinfällig?

Vielen Dank für Ihre Hilfe
Mit freundlichen Grüßen
K.
24.07.2016 | 21:04

Antwort

von


(116)
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50672 Köln
Tel: 0221 - 95819261
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Die Hauptforderung erledigt sich, wenn die Hardware eingegangen ist und in einem mangelfreiem Zustand. Hier denken Sie bitte an einen versicherten Versand sowie ggf. eine Zustellung gegen Rückschein, o.ä.
Die Kosten der Inkassofirma sind entstanden, wenn Sie sich mit der Rückgabe im Verzug befinden (§§ 280, 286 BGB). Die Kosten der Inanspruchnahme einer Inkassofirma oder eines Rechtsanwalts sind dann Ersatzansprüche die der Gläubiger (hier Unitymedia) geltend machen darf. Hinzu kommen Mahngebühren und ggf. Kosten die im Wege mit der Ermittlung einer Anschrift anfallen.
Die Mahnungen vorab sind Tätigkeiten im Wege der Schadenminderungspflicht.

Aufgrund der falschen Adresse, die im System der Gläubigerin hinterlegt ist, kann, soweit es sich um eigenes Verschulden handelt, die Erstattungspflicht des Verzugsschaden entfallen. Es stellt sich aber dennoch die Fragen, warum Sie die Hardware behalten haben.
Soweit bekannt, regeln die AGB von Unitymedia und auch Sky, u.a. das, sollte der Vertrag enden, die Hardware zurückzugeben ist.
Hieraus könnte sich ergeben, jedenfalls ist es vertretbar, dass Ihnen die Kosten dennoch aufgegeben werden.
Ob der Betrag für das entliehene Gerät angemessen ist, vermag ich leider nicht festzustellen. Das erbitte ich mir nachzusehen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

RA M. Wübbe


Rechtsanwalt Michael Wübbe

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