Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mängelbeseitigung


17.08.2007 12:48 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



hallo,
wir haben im mai 2006 einen bauvertrag mit einem bauträger nach vob unterzeichnet in der wir ein einfamilienhaus (schlüsselfertig) erworben haben.
nach etlichen verzögerungen sind wir im mai 2007 in ein noch nicht fertiggestelltes haus eingezogen (im gegenseitigen einvernehmen der bauleitung / bauträgers, der darüber informiert war und keinerlei einwände gebracht hat) es handelte sich zum großteil um außenarbeiten wie verputzen u streichen wo wir die handwerker in keinster weise behindert haben. bereits zu diesem zeitpunkt haben wir einige mängel mitgeteilt. wir wurden auf das abnahmeprotokoll vertröstet.

vor dem abnahmeprotokoll hatten wir einen externen gutachter beauftragt sich das haus anszusehen und uns die mängel aufzulisten.

nach "fertigstellung" kam es dann zum abnahmeprotokoll wo ca. 12 unstrittige mängel festgehalten wurden, plus gravierende strittige mängel, wie schiefer estrich u schiefe wände. zur erstellung des abnahmeprotokolls / mängelprotokolls kam nur der bauleiter nicht der bauträger. der bauleiter hatte zu diesem zeitpunkt bereits seinen vertrag mit der baufirma gekündigt u hatte nur noch sehr wenig lust.

wir haben für die unstrittigen mängel eine frist von 4 wochen zur beseitigung gesetzt. nach diesen 4 wochen war gerade 1 mangel beseitigt, 2 weitere firmen waren da und hatten ihre arbeit nur zur hälfte ausgeführt, bzw neue mängel hervorgerufen. ein gewerk kam nur zur besichtigung u teilte uns mit, er hätte keine zeit.

nach diesen 4 wochen haben wir dem bauträger 1 woche zeit gelassen, in der hoffnung dieser würde sich melden, da auf unsere anrufe niemand reagierte. nach dieser, dann 5. woche, haben wir dem bauträger ein fax geschickt, dass wir uns nun selbst um die mangelbeseitigung kümmern werden, da wir ohne die beseitigung der mängel auch die garage nicht stellen lassen können, die aber schon bestellt war. wir haben der baufirma mitgeteilt, dass wir ihnen 250 euro für den beseitigten mangel bezahlen werden und den rest der schlussrate, die zur mangelbeseitung da ist nicht erstatten werden, da wir uns ja selbst um gewerke kümmern müssen.

es handelt sich um folgende mängel:
die außenversade muss nochmals komplett gestrichen werden
die wand zwischen haus u bodenplatte garage muss verputzt u gestrichen werden
die türen müssen alle eingestellt werden
die rollokästen müssen alle geöffnet werden
wasserleitungen wurden nur mit silikon befestigt, dass ist laut baugutachter unzulässig
eine verkleidung für oberputzrohre muss gelegt werden
die türe zum dachboden muss eingestellt werden
die haustüre ist verkratz
die galleriefenster sind verkratzt
ein türgriff fehlt ganz
die innentürrahmen müssen alle abgespritzt werden
der türrahmen der badezimmertüre muss runtergesetzt werden, da dieser 1,5 cm in der luft hängt

aufgrund unseres faxes hat sich dann der bauträger telefonisch mit mir in verbindung gesetzt und mir angeboten, er würde uns 1000 euro nachlass geben und die mängel beseitigen. Damit war ich natürlich nicht einverstanden, da wir ja schon inzwischen fast 6 wochen zeit verloren haben, die uns ja auch geld gegenüber der bank gekostet hat. Der bauträger schickte uns daraufhin am 16.08.2007 ein fax, dass er uns 2000 euro nachlass geben würde, aber nur, wenn wir uns schriftlich über seinen bauleiter beschweren würden. Dies sei ein faires angebot und wir müssten uns sofort enscheiden, da der trockenbauer am 16.08.2007 abend vorbei kommen möchte zur mangelbeseitigung. Da ich mich durch dieses fax sehr unter druck gesetzt fühlte und zudem es komisch fand, dass aufeinmal mit der mängelbeseitigung alles so schnell gehen sollte, habe ich ein fax an den bauträger geschickt, dass ich damit nicht einverstanden bin. Zudem sollte ich mir das gewerk für das verputzen zwischen hauswand und bodenplatte garage auch noch selbst suchen.

nun kam wieder ein fax, dass ich ja selbst für die verzögerung verantwortlich sei, er alle arbeiten einstellt und ich vertragsbruch begannen habe. Es war nun lt dem letzten fax auch nur noch von 3 mängeln die rede, von offenen rechnungen, die ich dem bauträger gestellt habe, ganz zu schweigen.

Daraufhin habe ich beim bauträger angerufen u gefragt, was dass nun soll. Die mängel, die ich genannt hätte, würden nicht mehr in seinen vertrag fallen. (obwohl es unstrittige mängel lt. Bauleiter sind) und das gutachten bezügl. des dachgebälks (risse in der holzkonstruktion die auf mangelhaftes holz zurück zuführen sind) würde er durch ein gegengutachten nichtig erklären lassen.

Wie soll ich weiter verfahren? Kann ich die mängel durch eigene handwerker beseitigen lassen? Die garage wird in 3 wochen geliefert. Bis dorthin muss wenigstens der mangel des putzes zwischen hauswand und bodenplatte beseitigt sein. Muss ich auf diese dubiosen angebote des bauträgers eingehen? Für mich klingt das fast schon nach erpressung (was übrigens nicht das erste Mal wäre)
Danke für ihre hilfe.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Ich möchte zunächst darauf hinweisen, dass diese Antwort nur als erste rechtliche Orientierung dienen kann und den Gang zu einem Kollegen vor Ort nicht ersetzt.

Anhand Ihrer Schilderung und des Verhaltens des Bauträgers erscheint es mir durchaus angebracht, sofort einen Rechtsanwalt vor Ort mit Ihrer Vertretung zu beauftragen.

Dies vorausgeschickt darf ich Ihnen folgendes mitteilen:

Ich unterstelle, dass Sie dem Auftragnehmer eine angemessene Frist zur Mängelbeseitigung gesetzt haben. (Normalerweise sollten vier Wochen angemessen sein. Es kann sich im Einzelfall, je nach Art und Umfang der zu beseitigenden Mängel etwas anderes ergeben.)

Da der Auftragnehmer innerhalb der Frist nicht (alle) Mängel beseitigt hat, steht Ihnen nun das Recht zu, auf Kosten des Auftragnehmers, diese Mängel von einem anderen Unternehmen beseitigen zu lassen. Dazu können Sie von dem Auftragnehmer sogar einen angemessenen Vorschuss verlangen.

Ferner können Sie aufgrund des Bauverzugs gegen den Auftragnehmer Schadensersatz geltend machen, sofern Ihnen ein bezifferbarer Schaden entstanden ist.

Das Problem dürfte aber wohl darin liegen, dass der Auftragnehmer nicht bereit sein wird etwas zu zahlen. Zudem sind noch diverse Mängel strittig, wie Sie schildern, so dass Sie sich in jedem Fall weitere anwaltliche Hilfe vor Ort einholen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER