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Mängel nach Wohnungsverkauf

| 02.01.2014 20:21 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung: Dem Käufer einer Wohnung stehen die gesetzlichen Gewährleistungsrechte wie Nacherfüllung, Minderung, Rücktritt und Schadensersatz zu, wenn der notarielle Kaufvertrag nicht einen wirksamen Gewährleistungsausschluss enthält.

Wir haben unsere Wohnung verkauft. Die Käufer haben nach 1 Monat Schimmel hinter dem Küchenschrank gefunden. Davon wussten wir nichts. Wir haben die Küche selber eingebaut, hatten aber nie einen Hinweis, dass sich dahinter Schimmel verstecken könnte. Lt. Aussage von der hausverwaltung liegt es nicht am Gebäude, sondern am Einbau der Küche (vor 4 Jahren). Aus dem Rohr tropft es leicht. Der Schimmel muss auch schon länger da sein. W,er haftet dafür?

Einsatz editiert am 02.01.2014 20:26:14

Einsatz editiert am 02.01.2014 20:32:48

Sehr geehrter Ratsuchender,

herzlichen Dank für ihre Frage und das damit entgegengebrachte Vertrauen. Bitte beachten Sie, dass die Beantwortung der Frage auf Ihren Angaben beruht. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Ihre Frage möchte ich unter Berücksichtigung des gebotenen Einsatzes wie folgt beantworten:

Grundsätzlich stehen dem Käufer einer Immobilie die allgemeinen Gewährleistungsrechte zu. Ist eine Immobilie mangelhaft, kann er in erster Linie die Beseitigung des Mangels verlangen. Sie sind daher verpflichtet, den Schimmel zu beseitigen oder ihn auf Ihre Kosten beseitigen zu lassen. Kommen Sie Ihrer Verpflichtung zur Beseitigung nicht nach, kann der Käufer den Kaufpreis mindern und unter Umständen vom Vertrag zurücktreten und/oder Schadensersatz verlangen. Diese Rechte stehen dem Käufer unabhängig davon zu, ob der Verkäufer Kenntnis vom Mangel hatte oder nicht.

Bitte prüfen Sie jedoch zuvor Ihren Kaufvertrag. Notarielle Grundstückskaufverträge enthalten regelmäßig Ausschlussklauseln für Mängel der Immobilie. In diesem Fall kommt es darauf an, wie weit der Haftungsausschluss reicht und ob möglicherweise Garantien für bestimmte Eigenschaften der Immobilie erteilt wurden. Ohne nähere Angaben kann ich jedoch nicht einschätzen, ob die Gewährleistung in Ihrem Fall wirksam ausgeschlossen wurde.

Sollten Sie Rückfragen zu der Antwort oder zu einer Ausschlussklausel in Ihrem Kaufvertrag haben, dann machen Sie bitte von der Rückfrageoption gebrauch.

Dieses Forum kann eine umfassende Beratung bei einem RA nicht ersetzen, jedoch eine erste rechtliche Einschätzung bieten. Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 03.01.2014 | 05:31

Sehr geehrter Herr Pietruschka,

vielen Dank für Ihre Antwort.

In unserem notariellen Kaufvertrag gibt es folgende Klausel:
Der KäuferDie Käufer haben sich vom gegenwärtigen Zustand des Vertragsobjekts überzeugt.

Die Vertragsteile vereinbaren, dass das Vertragsobjekt im gegenwärtigen, gebrauchten Zustand, so wie es liegt und steht, verkauft wird und dieser Zustand die vertraglich vorausgesetzte Beschaffenheit darstellt.

Ansprüche und Rechte des Käufers der Käufer wegen Sachmängel des Vertragsobjekts sind ausgeschlossen, insbesondere wegen des Bauzustands oder der Größe der Räume des Vertragsobjekts. Von diesem Haftungsausschluss unberührt bleibt eine Haftung des Verkäufer der Verkäufer für Vorsatz oder Arglist. Der Verkäufer die Verkäufer erklären, dass Ihnen versteckte Sachmängel nicht bekannt sind.

Die Verkäufer tragen lediglich die Gefahr, dass sich das Vertragsobjekt bis zum Besitzübergang gegenüber dem heutigen Zustand verschlechtert, gewöhnliche Abnutzung ausgeschlossen.

Wird somit ausgeschlossen, dass wir die Schimmelbeseitigung zahlen müssen?

mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.01.2014 | 11:04

Sehr geehrter Ratsuchender,

wie vermutet, sind die Gewährleistungsrechte des Käufers weitestgehend durch den Vertrag ausgeschlossen. Sie müssten nur dann noch einstehen, wenn der Käufer nachweist, dass Sie Kenntnis vom Schimmel hinter dem Kühlschrank hatten. Da Sie keine Kenntnis hatten, sollte es ihm sehr schwer fallen bis unmöglich sein, diesen Nachweis zu erbringen.

So wie sich der Fall hier darstellt, brauchen Sie für die Schimmelbeseitigung nicht aufzukommen.

Ich hoffe meine Antwort hat Ihnen geholfen.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins neue Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 03.01.2014 | 12:40

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

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FRAGESTELLER 03.01.2014 5/5,0