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Mängel nach Auszug


05.02.2007 15:21 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Kugler



Sehr geehrte Damen und Herren!

Nach sieben Jahren bin ich aus einer Genossenschaftswohnung ausgezogen.
Die üblichen Renovierungsarbeiten habe ich geleistet. Bei der Abnahme wurde festgestellt, dass einzelne Stellen an einigen Wänden noch einmal geweißt werden mußten und das es im Bad folgende Mängel gab: Emailleabplatzung an Badewanne (ca. 2mm Durchmesser) und ein dünner Sprung im Waschbecken (ca. 20cm lang, aber sehr "zart").
Mir wurden einige Tage zur Nachbesserung eingeräumt. Bis auf die Mängel im Bad besserte ich alles nach (zur zufriedenheit der Genossenschaft).
Bei den Schäden im Bad ging ich davon aus, dass es sich um allgemeine Abnutzungserscheinungen handelt und ich nichts nachzubessern hätte.
Dazu muss ich sagen, dass bei meinem Einzug vor 7 Jahren das Toilettenbecken sehr stark verschmutzt war und auch nach intensiven Reinigungsversuchen nicht sauber wurde. Auf meine Nachfrage, ob ich denn kein neues Becken bekommen würde, reagierte die Genossenschaft ablehnend, so dass ich auf eigene Kosten ein Toilettenbecken kaufen und installieren lassen mußte.
Jetzt habe ich eine Rechnung meiner Genossenschaft erhalten für die Beseitung der Mängel:
Badewanne erneuern (Emailleabplatzung) 200,00 €
Waschbecken erneuern (Schlagstelle) 50,00 €
Ist das wirklich rechtens? Sind solche Abnutzungen nicht schon mit der Nutzungsgebühr bezahlt? Wie wehre ich mich gegen diese Rechnung und kann der Betrag auch von meinen Genossenschaftsanteilen abgezogen werden?

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!
Freundliche Grüße
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zunächst möchte ich mich für Ihre gestellte Frage bedanken und diese in Anbetracht Ihres geschilderten Sachverhalts und Ihres Einsatzes kurz wie folgt beantworten.

Wenn ein Vermieter in der Wohnung Gegenstände wie Spüle oder Kühlschrank bereit stellt, sind Verschleiß und Abnutzung in der Regel mit der Miete abgegolten, sog. normale Abnutzung. Für Reparaturen und Erneuerungen muss daher der Eigentümer aufkommen.

Diese Regelung betrifft alle Gegenstände und Einrichtungen, die sich bei Beginn des Mietverhältnisses in der Wohnung befinden. Denn diese gelten als „mitvermietet“. Dazu zählen auch die üblichen Einrichtungsgegenstände wie Waschbecken, Badewanne und Toilette.

Nur wenn ein Mieter vorsätzlich oder aus Unachtsamkeit Schäden an den Einrichtungsgegenständen verursacht hat, kann der Vermieter Schadensersatz fordern.

Die angeblichen Schäden an der Badewanne und am Waschbecken hören sich eher nach einer üblichen Abnutzung an. Die Beweispflicht, dass es sich um einen Schaden handelt und ob dieser von Ihnen verursacht wurde, obliegt dem Vermieter. Dies dürfte ihm jedoch schwer fallen.

Somit rate ich Ihnen, den Vermieter zunächst schriftlich auf diesen Umstand hinzuweisen. Sollte sich dieser damit nicht einverstanden erklären und den "Schaden" von Ihrer/n Kaution/Genossenschaftsanteile abziehen. Rate ich Ihnen sich an einen Anwalt Ihres Vertrauens vor Ort oder an einen Mieterverein zu wenden.

Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sascha Kugler
Rechtsanwalt

Zum Abschluss möchte ich Sie noch auf Folgendes ausdrücklich hinweisen:

Diese Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich diese Auskunft lediglich auf die Informationen, die mir Rahmen der Sachverhaltsschilderung zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine umfassende verbindliche Beratung unerlässlich. Deshalb weise ich Sie ausdrücklich daraufhin, dass diese Leistung nicht im Rahmen der Online-Beratung erbracht werden kann.

Bitte beachten Sie auch bei der Beantwortung Ihrer Nachfrage. Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Darüber hinaus ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Schon daraus ist erstichtlich, dass diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen kann. Ich bitte Sie dies stets zu beachten!
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