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Mängel an Heizungsanlage / Gewährleistungspflicht läuft in einer Woche ab

| 18.08.2018 09:28 |
Preis: 80,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

durch Zufall hat ein Gutachter der Verbraucherzentrale (kein Vereidigter Gutachter) beim Überprüfen unserer Heizungs- und Solarthermieanlage festgestellt, dass diese nicht korrekt eingebaut wurde und überhitzt. So ist sind ist das Dämmmaterial der Ablaufrohre vom Dach mit der Dampfsperre durch Hitze verschmolzen und habe diese beschädigt. Ferner wurden im Versorgungsschacht Leerrohre durch die Hitze, die durch die Leitungsrohre der Solaranlage versenkt. Die Solaranlage ist zudem wohl undicht, da trotz Wartung vor 1,5 Monaten der Druck viel zu gering ist und täglich - bei Temeraturen gg. 28°C - Störungsmeldungen zeigt und nicht mehr arbeitet. Es gibt einen jährlichen Wartungsvertrag mit dem Installateur der Heizung, der diese auch eingebaut hat. In diesem Wartungsvertrag sagt der Installateur eine fehlerfreie Funktion der Anlage zu. (Der Installateur ist im Übrigen ein lokal ansässiges Unternehmen.)

Der Gutachter attestierte durch die Installationsmängel eine mögliche Brandgefahr auf unserem Dachboden!

Der Gutachter hat dies alles fotographiert und dokumentiert, ist aber nicht in der Lage den Bericht innerhalb der nächsten Tage fertig zu stellen. Auch wäre sein Bericht nicht vor Gericht als Gutachten verwendbar.

Lt. Werkliefervertrag mit unserem Architekten beträgt die Gewährleistungspflicht 5 Jahre. Diese würden vermutlich am 24.08. ablaufen, da wir am 24.08.2013 eingezogen sind. Eine offizielle, unterschriebene Hausabnahme gab es nicht. Es gibt ein Protokoll am 27.08.2013, welches aber nicht unterschrieben wurde. Die letzten Mängel, diese allerdings hatten mit der Heizung nichts zu tun, wurden im Januar 2014 beseitigt.

Der Architekt hat den Installateur mit dem Einbau der Heizungsanlage betraut, hatte die Bauüberwachung und auch direkt mit ihm abgerechnet.

Mein Problem ist die Kürze der Zeit. Wir fahren Mitte nächster Woche in Urlaub und sind wohl nicht in der Lage mehr rechtzeitig ein selbständiges Beweisverfahren zu führen, da wir die Mängel wohl nicht präzise genug beschreiben können und wir wohl keinen Anwalt mehr finden, der dies fristgerecht einreichen kann. Am Montag Morgen kommt der Installateur. Ihm haben wir die Mängel gemeldet und mit Bildern dokumentiert.
Am Liebsten wäre uns eine gütliche Einigung mit diesem in der Form, dass er diese fachgerecht beseitigt. Hierfür aber befürchten wir, dass er - da Auftragspartner des Architekten war/ist - sich als nicht in der Pflicht sehen könnte. Wie hoch der Schaden selbst ist, wissen wir nicht genau. Wir schätzen ihn als nicht allzu hoch (< 3000€), können aber auch falsch liegen.
Alternativ, bzw. auch gut wäre es, irgendwie eine Verlängerung der Gewährleistungspficht bzw. eine "Aufschiebung" des Fristendes zu erlangen. Hierfür wird aber unser Architekt nicht mitspielen.

Welche weitere Vorgehensweise würden Sie uns raten?

Mit freundlichen Grüßen
Holger Schmid




18.08.2018 | 10:25

Antwort

von


(1784)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
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Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie haben letztlich nur wenig Möglichkeiten:


1.)
Die Einleitung des selbständigen Beweisverfahren, damit so die drohende Verjährung nicht eintritt.

Dazu kann man versuchen, den Mangel nch den bisherigens Aussagen zu beschreiben, so wie Sie es im ersten Absatz Ihrer FRagestellung gemacht haben und es als "nicht fachgerecht" dazustellen.

Sofern Sie den vorläufigen Wert mit 5.000 € beziffern, wäre das Amtsgericht zuständig und dort könnten Sie den Antrag dann selbst stellen, wenn Sie keinen Rechtsanwalt mehr finden.


2.)
Sie lassen sich vom Gegner schriftlich den "Verzicht auf die Einrede der Verjährung" bestätigen.

Das muss der Gegner nicht und Sie machen ihn damit natürlich auf die Möglichkeit der Verjährung aufmerksam (wobei der vermutlich das aber schon längst auch bemerkt haben wird).

So ein Verzicht muss schriftlich erfolgen, kann auch z.B. auf sechs Monate zeitlich beschränkt sein.


Andere Möglichkeiten haben Sie - neben einem schriftlichen Anerkenntnis des Mangels durch den Unternehmer - nicht.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


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