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Mängel?


16.09.2005 15:27 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zur Situation:Wohne in einer ehemaligen Altbauvilla 1.und 2.Etage 140m2,im EG wohnt eine andere Mietpartei 90m2.Gasverbrauch wird ausschließlich nach m2 abgerechnet und zwar auf meinen Namen.Nun ist es bereits mehrmals vorgekommen,dass ich für die andere Mietpartei Gaskosten bezahlt habe,damit die Gasversorgung nicht gesperrt wird.
Gemeinschaftsstrom wie Kellerbeleuchtung,Betriebskosten des Gasbrenners,Treppenhausbeleuchtung,aber auch Beleuchtung für zwei Räume,die zur anderen Mietpartei gehören,laufen auf meinen Stromzähler und das schon seit fast 5 Jahren.
In meiner Wohnung sind folgende Mängel vorhanden:
Absenkung des Küchenbodens infoge eines Wasserrohrbruchs vor über 3 Jahren und zwar so stark,dass ich meinen Kochherd mit Holzplatten unterlegen musste,damit überhaupt richtiges Kochen möglich ist.Starkes Klopfen der Heizung und Nichtbeheizbarkeit eines Heizkörpers in einem Kinderzimmer infolge keiner Entlüftungsmöglichkeit?Im Winter wurden in diesem Zimmer eine durchschnittliche Temperatur von 14°gemessen,im Sommer schon 38°.
Im zweiten Kinderzimmer Schimmelbildung an den Wänden unter dem Dachfenster,teilweise mit Ablösung der Tapete.
Im Badezimmer eine sehr stark aufgerauhte Badewanne,die ich verzweifelt versuche einigermaßen sauber zu bringen,in den Waschbecken starke Absplitterung des Belages.
Eindringen von Regenwasser bei Platzregen an den Fenstern im Wohnzimmer.
Ein Kellerraum so feucht,dass ich sämtliche dort gelagerten Sachen infolge Schimmels und Vermoderung entsorgen musste.
Die 5Zimmerwohnung liegt zwar am Rande der Stadt,aber direkt an der Bahnlinie.Auch hier hat die Lärmbelästigung innerhalb der letzten 4 Jahre stark zugenommen,auch durch direktes Anhalten der Züge direkt vor dem Haus auch zu Nachtstunden.
Kann ich infolgedessen meine Miete mindern und wie hoch?
Dankeschön
16.09.2005 | 15:50

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

für Ihre Anfrage bedanke ich mich recht herzlich und möchte Sie sogleich unter Berücksichtigung der mir von Ihnen mitgeteilten Informationen summarisch (s. Hilfe-Button) beantworten.

1.
Aufgrund der 5–jährigen Laufzeit werden sie für den Gemeinschaftsstrom eine rückwirkende Minderung nicht durchsetzen können. Mängel müssen immer angezeigt und auch konsequent verfolgt werden, da ansonsten eine Verwirkung eintritt.

2.
In der Regelung Gasverbrauch (auf m2) erkenne ich keinen „Mangel“. Wenn natürlich das Gas vom Vermieter nicht bezahlt wird, rechtfertigt dies konkret eine 100-%-ige Minderung

3.
Die Schimmel – und Feuchtigkeitsprobleme dürften alleine eine Minderung bis zu 30 % rechtfertigen (da Kinderzimmer. Aber die Minderung Keller ist höchstens bei 5-10 % anzusetzen, soweit eine übliche „Kellerfeuchtigkeit“ überschritten wird. Die restlichen Mängel (Heizung) rechtfertigen durchaus eine Quote bis zu 50%, wenn in der Heizperiode eine derart massive Temperaturabweichung möglich ist. Die sommerliche Hitze wird, wenn es sich um einen Altbau handelt, kaum zu beanstanden sein (sonst ca. 20%).

4.
Lärmbelästigung ist im gewissen Rahmen hinzunehmen, daher meine ich, dass insoweit keine Minderung möglich ist. Dies ist Tatfrage

Mehr kann im Rahmen der summarischen Prüfung (s. Hilfe-Button) unter Berücksichtigung des sehr geringen Einsatzes nicht gesagt werden, Sie sollten insgesamt durchaus einen Anwalt konsultieren, der auch mittels Beratungshilfe eine vertiefte Prüfung bieten kann!


Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

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Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 16.09.2005 | 16:00

Bei der zweiten Mietpartei handelt es sich nicht um den Vermieter.Es ist also für das gesamte Haus nur ein Zähler vorhanden.
Dass der Gemeinschaftsstrom auf meinen Zähler läuft,habe ich erst vor kurzem entdeckt.
Kann ich nicht zumindest vom Vermieter verlangen,dass er dies anders einrichtet?
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.09.2005 | 20:53

Selbstverständlich können Sie das beanspruchen. Setzen Sie dem Vermieter eine angemessene Frist zur Mängelbeseitigung, anderenfalls mindern Sie die Miete um die erwarteten Mehrkosten.

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

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