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MWst nicht in Holland bezahlen sondern hier


04.10.2006 15:38 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Guten Tag,

ich habe in Holland bei einem Campingbedarfshandel einen Wohnwagen gekauft. Der Händler hat mir die 19 % holländische Mwst erlassen. Ich sollte dann in Deutschland die noch gültige 16 % Mwst entrichten. Meine Frage ist, wie und wo habe ich die 16 % Mwst zu bezahlen, beim Zoll direkt bei der Einfuhr des Anhängers oder bei meinem zuständigen Finanzamt ? Werde ich hierzu aufgefordert oder wie funktioniert das?
Ich bin allerdings an der Grenze einfach durchgefahren, da ja keine Grenzbeamten mehr da sind.
Dieser Vorgang liegt schon über ein Jahr zurück und bisher wurde ich auch von keiner Behörde zur Zahlung aufgefordert.
Jetzt hat sich der Händler bei mir gemeldet und verlangt von mir, dass ich auf sein privates Konto die 16 % MWst zahlen soll.
Irgendetwas stimmt doch an der Sache nicht, oder?

Mit freundlichen Grüßen

nowos

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Eine Besteuerung erfolgt nicht in den Niederlanden, sondern in Deutschland. Die Umsatzsteuer ist danach nur in Deutschland zu zahlen.

Für die Steuer ist wichtig, ob Sie ein Neuwagen oder Gebrauchtwagen gekauft haben.

Aus steuerlicher Sicht handelt es sich innerhalb der Europäischen Union bei einem Fahrzeug um einen Neuwagen, wenn dieser nicht länger als sechs Monate zugelassen ist oder nicht mehr als 6.000 Kilometer gefahren wurde.

Die Umsatzsteuer ist innerhalb von 10 Tagen nach Kaufvertragsschluß an das für Sie zuständige Finanzamt abzuführen, d.h. das zuständige Finanzamt an Ihrem Wohnsitz.

Weiterhin ist das Formular Umsatzsteuererklärung für die Fahrzeug-Einzelbesteuerung auszufüllen und an das Finanzamt zu senden. Soweit Ihre Steuerberechnung nicht von dem des Finanzamtes abweicht, erhalten Sie keinen Steuerbescheid.

Keinesfalls sollten Sie die Umsatzsteuer an den Holländischen Händler abführen, da Sie dadurch nicht von der Zahkungsverpflichtung gegenüber dem Finanzamt befreit werden.

Da zwischenzeitlich bereits ein Jahr vergangen ist, drohen Ihnen neben Verspätungs- auch Säumniszuschläge und Zinsen, so dass ich empfehle einen Steuerberater einzuschalten.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
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