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MIT DEM RICHTER EINEN TERMIN?


| 19.12.2006 13:38 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



habe mal eine frage..
bei der ersten verhandlung ist es zu keinem beschluss gekommen, weil ein zeuge erkrankt war und daraufhin wurde die verhandlung vertagt.
ist es denn verboten oder strafbar, wenn man selber als angeklagter zum richter einfach in sein büro im amtsgericht geht und mit ihm darüber redet????
oder wenn man eine sache ihm erklären will??
oder ist soetwas GENERELL untersagt??? und ein richter lässt einen gar nicht zu sich???
wie ist es denn???? ich habe einen anwalt.will es aber trotzdem selber mal machen.
weil ich fest davon überzeugt bin, dass das gericht einen zeugen einfach glaubt. aber dieser zeuge lügt WIRKLICH!!!
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gern wie folgt beantworten möchte.

Strafbar ist das, was Sie vorhaben, nicht. Allerdings rate ich dringend davon ab. Der Richter wird Sie sicherlich nicht in seinem Büro anhören, denn dafür ist allein die mündliche Verhandlung da. Es würde dem Öffentlichkeitsgrundsatz zuwiderlaufen, wenn der Richter einen Angeklagten unter vier Augen spricht. Ein Strafprozess hat danach grundsätzlich in einer öffentlichen Hauptverhandlung zu erfolgen. Durch ein solches Vorgehen würden Sie den Richter zudem sicherlich verärgern.

Wenn Sie sicher sind, dass ein Zeuge lügt, sollten Sie mit Ihrem Anwalt gemeinsam eine Strategie überlegen, wie man diesen der Lüge überführt. Ihr Anwalt würde Ihnen sicherlich auch dringend von Ihrem geplanten Vorgehen abraten. Möglicherweise wird Ihr Anwalt Ihren Verstoß sogar als Vertrauensbruch werten. Eine Mandatsniederlegung wäre nicht ausgeschlossen.

Richter verfügen im Allgemeinen aufgrund jahrelanger Übung in der Beurteilung von Zeugenaussagen über eine gute Menschenkenntnis, so dass Sie auch hierauf vertrauen sollten. Sollte dem Richter ein Fehler bei der Würdigung einer Aussage unterlaufen, so bleibt Ihnen immer noch die Möglichkeit, Rechtsmittel einzulegen.

Abschließend bitte ich zu beachten, dass diese Antwort zwar alle wesentlichen Aspekte des von Ihnen geschilderten Falles umfasst, jedoch daneben Tatsachen relevant sein könnten, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden. Verbindliche Auskünfte sind daher nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Ich hoffe, zunächst zu einer weiteren rechtlichen Klärung beigetragen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt
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