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MFH im Eigentum des Vaters - Sohn und dessen Ehefrau bauen aus - Ehefrau absichern


04.07.2006 18:33 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Folgende Situation:

In einem MFH mit 8 WE bauen wir eine Zwei-Zimmer-Wohnung
mit einem Teil des darüber liegenden Dachbodens zu einer
Maisonette-Wohnung aus.

Das Haus gehört meinem Vater, wir wohnen in der
Zwei-Zimmer-Wohnung z.Z. kostenfrei. Er ist mit den
Umbaumaßnahmen einverstanden und beteiligt sich auch
teilweise an den Umbaumaßnahmen.

Meine Frau und ich finanzieren einen Großteil der
Umbaumaßnahmen selbst - da mein Vater Besitzer des
Grundstückes ist, ist geplant, dass er für den den
von uns benötigten Kredit bei der Bank bürgen soll.

In unserer Ehe gibt es keinen Ehevertrag.

Nun zur Frage:

Für den Fall dass unsere Ehe geschieden wird, was
steht meiner Frau zu? Ist sichergestellt, dass ihr
die Hälfte der Wohnung gehört?

Kann mein Vater uns die Wohnung wegnehmen, im Fall
dass es zu einem Streit kommt?

Was für Vorkehrungen müssen getroffen werden, damit
meiner Frau die Hälfte der Wohnung zusteht und mein
Vater uns nicht die Wohnung wegnehmen kann?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

1. Ihre Frau hat zunächst überhaupt keine Ansprüche an der Wohnung. Aufgrund der Tatsache, dass Ihr Vater Eigentümer der Wohnung ist, werden im Fall der Erbschaft nur Sie berücksichtigt. Sollte es nach dem Tode Ihres Vaters zu einer Scheidung kommen, so wird der Zugewinnausgleich nach § 1378 BGB ohne Berücksichtigung des Erwerbes von Todes wegen durchgeführt.

2. Ihr Vater hat als Eigentümer auch die Möglichkeit Ihnen die Wohnung „wegzunehmen“. Man könnte von einem konkludent geschlossenen Mietvertrag ausgehen, der natürlich auch entsprechend den gesetzlichen Vorschriften gekündigt werden kann, z.Bsp. wegen Eigenbedarfs oder schuldhafter nicht unerheblicher Verletzung vertraglicher Pflichten.

3. Hier wäre es ratsam, sich eventuell schon zu Lebzeiten Ihres Vaters die Wohnung überschreiben zu lassen und dann die Hälfte auf Ihre Frau als Miteigentümerin zu übertragen. Möglich ist diesbezüglich auch ein Ehevertrag, der diese Folge für den Fall der Scheidung vorsieht.

Diesbezüglich sollten Sie sich eingehend –auch über die steuerlichen Konsequenzen- beraten lassen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin
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