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Lossagung von Eltern und Erbablehnung


09.01.2005 19:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,
wir haben folgende Familiensituation:
Meine Eltern und Geschwister leben in Bayern, ich in NRW. Meine Eltern und ich sind seit Dez 1993 verkracht und sprechen kein Wort miteinander. Meine Schwester (30 Jahre) lebt derzeit von Sozialhilfe im Haus unserer Eltern (Rentner) und hat von ihrem noch nicht geschiedenen Ehemann eine Bürgschaft in unbekannter Höhe am Hals. Dazu kommt, dass sie nachweislich alle Jobs der letzten 2 Jahre nach maximal 2 Monaten verlor oder beendete und von Sozialhilfe lebt. Mein Bruder, der einzige, den ich dort mag, studiert noch.
Ich (36 Jahre) habe vor, dieses Jahr nach Neuseeland auszuwandern. Damit ich meine Ruhe habe vor irgendwelchen Forderungen oder unüberlegten Handlungen dieses Personenkreises, möchte ich folgende zwei Dinge im Vorraus durchführen.
Eine notarielle Voraberklärung, daß ich auf jegliches Erbe von seiten meiner Geschwister und Eltern verzichte. Es interessiert mich nicht, ob ich bei einer Erbschaft in ferner Zukunft was bekommen könnte.
Und zweitens eine notarielle Lossagung von meiner Verwandschaft mit den folgenden Personen: Eltern, Schwester, Bruder. Um zu verhindern, daß irgendwann in der Zukunft eine wie auch immer geartete Forderung von seitens Sozialamt, eventuelle Schuldner, angebliche Unterhaltszahlungen, sonstiges an mich herrangetragen werden kann.
Beide Erklärungen will ich hier (Deutschland) bei einem Notar deponieren.
Wohlgemerk: Meine Eltern sind vermögend. Noch.
Frage eins:
Wie gut sind meine Chancen, wenn ich besagte Schritte durchführe?
Frage zwei:
Was muß ich sonst tun, um im Vorraus dafür zu sorgen, daß ich nicht behelligt werde?
Ich will im neuen Land nur meine Ruhe haben.

Vielen Dank schon mal für die Beantwortung.

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Sehr geehrter Anfragender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

1. Erbausschlagung
Die Erbausschlagung können Sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht wirksam abgeben, vgl. § 1946 BGB.

§ 1946
Zeitpunkt für Annahme oder Ausschlagung

Der Erbe kann die Erbschaft annehmen oder ausschlagen, sobald der Erbfall eingetreten ist.


Die erbrechtliche Situation könnten Sie zum jetzigen Zeitpunkt nur durch einen Erbverzichtsvertrag regeln. Ein Vertrag bedarf jedoch zwingend die Mitwirkung beider Vertragsparteien. Daher wären Sie in diesem Fall darauf angewiesen, dass die Familienmitglieder mitwirken. Eine persönliche Anwesenheit ist nicht erforderlich. Es wäre auch möglich, den Vertrag durch Angebot und Annahme zu schließen.

Jedoch ist die Beurkundung nicht ganz günstig, da Sie schreiben, dass Ihre Familie zum jetzigen Zeitpunkt vermögend ist.

Ob es hierfür ein praktisches Bedürfnis gibt, könnte auch zweifelhaft sein. Die Möglichkeit zur Erbausschlagung besteht später immer noch. Die Frist beginnt erst zu laufen, wenn Sie von dem Erbfall Kenntnis erhalten. Dies könnte in Neuseeland spät oder nie erfolgen.

2. notarielle Lossagung
Sie könnten eine Tatsachenerklärung beurkunden, in dem Sie die Gründe und den jetzigen Sachverhalt niederlegen. Absolute Rechtssicherheit können Sie hierdurch jedoch nicht erlangen.

Aber eine praktische Durchsetzung nur theoretisch bestehender Ansprüche von Deutschland nach Neuseeland ist nur schwer durchführbar.

Die sicherste Möglichkeit, in Neuseeland auf keinen Fall behelligt zu werden, erscheint mir zu sein, tatsächlich den Kontakt abzubrechen. Wenn niemand weis wo Sie sind, wird Sie auch niemand mit Ansprüchen behelligen können.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -
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