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Lohnsteuerpflicht eines Vorstands einer AG


| 08.11.2007 17:20 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Kann ich eine (Allein-)Vorstandstätigkeit in einer Aktiengesellschaft in Form einer freiberuflichen Tätigkeit ausüben (wie bei GmbH-Geschäftsführern möglich) oder alternativ, kann ich den Dienstvertrag so ausgestalten, dass ich nicht dem Vorabzug von Lohnsteuer unterliege, sondern meine Einkünfte erst mit der Einkommenssteuererklärung anmelde?
Sehr geehrter Herr,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Frage wie folgt:
Der Vorstand wird für steuerrechtliche Zwecke als Arbeitnehmer betrachtet, § 1 LStDV, so dass die Einkommensteuer durch Abzug vom Arbeitslohn erhoben wird. Eine anderweitige Vereinbarung ist nicht möglich.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Mit besten Grüßen
RA Hermes
Fachanwalt für Steuerrecht

www.kanzlei-hermes.com
Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!

Nachfrage vom Fragesteller 08.11.2007 | 19:13

Sehr geehrter Herr Hermes,

Ihre Antwort scheint mir etwas zu kurz gegriffen.

Sie beantworten nicht meine Frage, warum eine freiberufliche Tätigkeit beim GF einer GmbH möglich ist, aber beim Vorstand nicht möglich sein soll?

Der Vorstand ist gerade an keine (!) Weisungen des Arbeitgebers gebunden wie es im von Ihnen zitierten § 1 Nr. 2 Satz 2 LStDV als Voraussetzung für ein Dienstverhältnis definiert ist:

"Dies ist der Fall, wenn die tätige Person in der Betätigung ihres geschäftlichen Willens unter der Leitung des Arbeitgebers steht oder im geschäftlichen Organismus des Arbeitgebers dessen Weisungen zu folgen verpflichtet ist."

Das spricht doch eigentlich für die Möglichkeit einer freiberuflichen Tätigkeit, oder?

Herzlichen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2007 | 01:37

Vielen Dank für die Nachfrage.

Vorstandsmitglieder einer AG sind grundsätzlich nach § 1 Satz 1 Nr. 1 SGB VI rentenversicherungspflichtig und als abhängig Beschäftigte, also Arbeitnehmer, zu betrachten. Auf die OFD-Verfügung (Hannover) vom 14.02.2007 wird ausdrücklich verwiesen. Etwas anderes gilt nur dann, wenn Vorstandsmitglieder selbst eine Mehrheitsbeteiligung an der AG halten oder eine Tätigkeit von Vorsitzenden kassenärztlicher Vereinigungen, Zweckverbänden der öffentlichen Hand und Berufskammern vorliegt(§ 18 Abs. 1 Nr. 3 EStG). Dies ist wohl bei Ihnen nicht der Fall.
GmbH Geschäftsführer sind auch nicht generell "freiberuflich" tätig, wie Sie es nennen. Die Entscheidungen der Sozialversicherungsträger sind grundsätzlich zu beachten, also auch für eine steuerliche Beurteilung.

Ergänzung vom Anwalt 20.11.2007 | 17:00

Dass Sie von einer möglichen Situation sprechen wurde nicht deutlich; es obliegt Ihnen, sich klar und unmißverständlich auszudrücken.

Im Rahmen der Nutzungsbedingungen wurde Ihre Frage umfassend beantworten, es soll nur ein erster Überblick verschafft werden.
Gegen ein Honorarvorschuss von 1.500,-- EUR sind wir gerne bereit, Ihnen lehrbuchartige Ausführungen vorzulegen.
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"Die erste Antwort des Anwalts bestand gerade mal aus zwei Zeilen (!).
Auf meine Nachfrage hin bekomme ich einen lapidaren Verweis auf eine Verfügung der Oberfinanzdirektion Hannover ohne eine Quellenangabe zum Nachlesen und Überprüfen. Es scheint mir auch, dass der Anwalt meine Fragestellung nicht sorgfältig gelesen hat: Ich spreche von einer "möglichen" Situation, er sagt, diese meine "generelle" Annahme sei nicht gegeben. Schade um die EUR 50,00! "