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Lohnsteuerklassenwechsel im Trennungsjahr

07.05.2014 11:08 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Stefanie Lindner, Dipl.-Jur.


Zusammenfassung: Ob eine Zusammenveranlagung oder eine getrennte Veranlagung günstiger ist, richtet sich nach dem Einzelfall. Unterhaltszahlungen können ggf. als Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Hallo, meine Frau und ich haben uns im Januar 2014 getrennt. Bisher hatten wir die Steuerklassen III (ich als Ganztagsverdiener) und sie V (als Halbtagsverdiener). Sollten wir noch in diesem Jahr (Juni oder Juli) die Steuerklassen auf I bzw. II (da 2 Kinder im Haushalt der Frau) ändern, womit sich bei der Berechnung des Trennungs-bzw. Kindesunterhalt gleich für mich ein geringerer Anteil ergäbe. Mein Netto wäre ja gleich deutlich weniger, ihr netto ja gleich deutlich mehr.
Hätten wir steuerlich mit der Einkommenssteuer 2014 (wenn noch gemeinsam veranlagt) dadurch insgesamt gesehen eine Mehrbelastung, oder würde es sich steuerrechtlich besser darstellen, wenn wir III + V lassen, ich dadurch zwar mehr Unterhalt zahlen müsste aber letztendlich wir beide finanziell doch in diesem Jahr besser gestellt blieben?
Die letzten Jahre war bei unserer Einkommenssteuer weder eine grosse Nachzahlung noch ein grosses Guthaben vorhanden;

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Grundsätzlich können Sie beide, wenn sie auch bloß einen einzigen Tag im Kalenderjahr zusammengewohnt haben, Zusammenveranlagung wählen, d.h. Steuerklasse 3/5 oder 4/4.
Wie Sie schon richtig angesprochen haben, können Sie auch die getrennte Veranlagung wählen o. Einzelveranlagung. Dann könnten Sie sich Steuerklasse 1 geben lassen und ihre Frau Steuerklasse 2 – das ist die günstigere, zumal ja auch die Kinder dann in ihrem Haushalt gemeldet sind und wohnen. Voraussetzung ist allerdings, dass kein neuer Lebenspartner bei Ihrer Frau gemeldet ist.
Was hier günstiger ist, kommt ganz auf die Höhe des Einkommens an – das wäre ein Rechenexempel. Wenn Sie Ihrer Frau dann höheren Unterhalt zahlen würden, ist es so, dass sie den Unterhalt als sonstige Einkünfte (§ 22 EStG) versteuern muss – und Sie dafür in den Genuss des Sonderausgabenabzugs (§ 10 EStG) kommen. Diesen Vorteil haben Sie aber nur dann, wenn Ihre Frau die Anlage U unterschreibt und damit versichert, den Unterhalt in ihrer Steuererklärung als sonstige Einkünfte zu versteuern. Das heißt, wenn Ihre Frau jährlich 12.000 € Unterhalt bekäme, müsste sie 11.898 € versteuern. Ein Pauschbetrag in Höhe von 102 Euro kann abgezogen werden, § 9a S.3 Nr.1 EStG. Dies betrifft nur den Unterhalt, den Sie für Ihre Frau zahlen müssen. Der Kindesunterhalt ist hier ausgenommen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei der Entscheidung hinsichtlich Ihres weiteren Vorgehens behilflich sein. Nutzen Sie gerne die einmalige kostenlose Nachfragefunktion, damit ich etwaige Unklarheiten ausräumen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Stefanie Lindner

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