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Lohnsteuererklärung 2005: Pendlerpauschale und außerodentliche Belastungen


29.03.2005 12:42 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



1) Ich führe einen doppelten Haushalt seit 2003 in Hamburg (Wohnort) und Heppenheim (Arbeitsstätte).
Nun hat sich die Regelung mit der Pendlerpauschale geändert: Bisher habe ich immer den Hin und Rückweg (allerdings nur einmal die Woche) angesetzt (dh 2x550km=1100km insgesamt je Woche) zu 40ct. Die Km-Pauschale hat sich ja auf 30ct reduziert, aber wie ist es mit der Entfernung? Kann ich weiterhin den Hin- und Rückweg, dh die 1100Km absetzen??

2) Ich unterstütze meine Mutter (Witwe) schon seit Jahren finanziell (wohnhaft in Bolivien). Nun habe ich gehört, daß ich das auch absetzen kann. Sie bezieht keine Rente und ist arbeitslos, das heißt ich trage zu 100% ihre Kosten. Das Geld hebt sie mit einer 2. Bankkarte direkt von meinem Konto ab. Die Beträge sind nicht regelmäßig und variieren je nach Bedarf. Weiter war sie in 2004 im Krankenhaus und hatte teure Nachuntersuchungen. Da sie nicht krankenversichert ist, habe ich auch diese Kosten übernommen. Ist es günstiger für mich dies getrennt auszuweisen/anzugeben oder macht es keinen Unterschied wenn ich den gesamten geleisteten Unterhalt angebe?
Welche Nachweise brauche ich überhaupt um dies geltend zu machen?

Vielen Dank,
1.
Sie können die Kosten für eine tatsächlich durchgeführte Familienheimfahrt wöchentlich absetzen (mit 0,30 Euro / km). Maßgebend sind hierbei die tatsächlich gefahrenene km, also (anders als bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) Hin- und Rückfahrt.

2.
Sie können die Zahlungen an Ihre Mutter (bzw. die Abhebungen Ihrer Mutter mittels der 2. ec-Karte) bei Ihrer Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Belastungen geltend machen, allerdings nur in dem Umfang, wie diese Zahlungen Ihnen "zwangsläufig erwachsen", also etwa auf einer gesetzlichen Unterhaltspflicht beruhen, der Sie sich ja nicht entziehen können. Wie hoch ein solcher Unterhalt für Ihre Mutter im einzelnen ist, bestimmt sich nach dem Bedarf Ihrer Mutter sowie nach Ihrer Leistungsfähigkeit (d.h. Ihrem Einkommen, Ihrem Vermögen und Ihrer persönlichen/familiären Situation).
Zum Nachweis genügt in der Regel eine entsprechende Bestätigung Ihrer Mutter (ggfs. in Verbindung mit den Auszahlungsbelegen auf Ihren Kontoauszügen), für die Krankheitskosten auch die entsprechenden Rechnungen zusammen mit den entsprechenden Kontoauszügen.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 08.08.2005 | 18:28

Es geht nochmal um §9:
[3] Aufwendungen für die Wege vom Beschäftigungsort zum Ort des eigenen Hausstands und zurück (Familienheimfahrten) können jeweils nur für eine Familienheimfahrt wöchentlich abgezogen werden. [4] Zur Abgeltung der Aufwendungen für eine Familienheimfahrt ist eine Entfernungspauschale von 0,30 Euro für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen dem Ort des eigenen Hausstands und dem Beschäftigungsort anzusetzen. [5] Nummer 4 Satz 3 bis 5 sind entsprechend anzuwenden.

Ich hatte schon mal am 29.3. gefragt, ob die anzusetzende Entfernung nur für einen Weg gilt oder für hin und rückfahrt (s.o ). Die Antwort hieß es gilt für die tatsächlich gefahrenen Km also hin und rück. Nun weigert sich das Finanzamt das anzuerkennen und beruft sich auf den Absatz oben. Was ist denn nun richtig? Hin und Rückweg a 30 ct oder nur einen Weg???

Danke

CB

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.08.2005 | 19:22

Sorry, ich hatte übersehen, daß Sie die aktuelle Regelung benötigen. Für die Jahre ab 2003 hat das Finanzamt Recht, Sie können nur nach den Entfernungskilometern (also einfache Fahrstrecke) abrechnen.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechsanwalt

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