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Lohnpfändung vs Kontopfändung - Girokonto unter anderen Namen

| 24.11.2010 12:43 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Holger J. Haberbosch


Bei meiner monentanen Schuldensituation ist eine drohende Lohnpfändung in naher Zukunft nicht auszuschließen. Damit könnte ich mich abfinden und mit dem pfändbarenfreien Teil meines Lohnes meine Lebenshaltungskosten (Miete, Strom etc.) bestreiten. Jedoch
möchte ich vermeiden das darüberhinaus über eine Kontopfändung
auf meinen pfändfreien Lohnbetrag zugegriffen wird. Deshalb überlege ich über eine sehr gute vertraute Personen auf dessen fremden Namen ein Girokonto auf Guthabenbasis zu eröffnen auf der ich nicht Kontoinhaber bin aber alle sonstigen Vollmachten für die Kontoführung bekomme. Dieses Konto wird nur von mir genutzt.
Mein Restgehalt würde dann auf dieses Konto überwiesen.
Ist dies möglich?
Könnte in irgendeiner Form bei einem erworbenen Titel gegen mich
dies als strafbarer Vollstreckungsvereitelung gewertet werden?
Ich meine wenn Lohn gepfändet wird dadurch wird bereits der Gläubiger im gewissen Rahmen befriedigt.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich möchte Ihre Frage anhand des von Ihnen beschriebenen Sachverhaltes und des ausgelobten Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworten:

1. Zunächst besteht vor allem die Gefahr einer falschen eidesstattlichen Versicherung. Üblicherweise pfändet ein Gläubiger nicht nur sondern beantragt auch die Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher. Ist diese erfolglos wird die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung gefordert, hier müssen Sie Ihre Bankkonten angeben, durch die von Ihnen beschriebene Verschleierung würde der Tatbestand einer falschen eidesstattlichen Versicherung erfüllt sein.

2. Mittlerweile können Sie bei jedem Bankinstitut ein Pfändungsschutzkonto einrichten, hierdurch wird automatisch der Pfändungsfreibetrag berücksichtigt, d.h. sollte der Gläubiger dieses Konto pfänden, so wird er nur durch den die Pfändungsfreibeträge übersteigenden Teil befriedigt, über den Rest können Sie verfügen.

Dies sollte der einfachere und rechtssichere Weg sein.

Zudem besteht auch weiterhin bei Nichtvorliegen eines Pfändungsschutzkontos, die Möglichkeit bei Gericht einen Antrag zu stellen wenn ddurch die Kontopfändung der Pfändungsfreibetrag gefährdet wird.

Nachfrage vom Fragesteller 24.11.2010 | 13:42

Sollte i c h aus meiner Schuldensituation heraus letztendlich bei Gericht eine PRIVAT-INSOLVENZ beantragen wird der pfändbare Betrag meines Lohnes gepfändet. Ab welchen Zeitpunkt sind dann weitere Pfändungen aller Art nicht mehr möglich?

Schritt-1 Vorschlag Tilgungsplan durch Insolvenzberater -
Tilgungsplan wird abgelehnt.
Schritt-2 Beantragung Privatinsolvenz bei Gericht

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.11.2010 | 17:07

Sehr geehrter Fragesteller,

den Bezug Ihrer Nachfrage zur eigentlichen Frage kann ich nicht ganz sehen. Daher beantworte ich Ihre Frage isoliert. Ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens sind Einzelzwangsvollstreckungsmaßnahmen nicht mehr möglich. Allerdings gibt es diverse Anfechtungs- und Rückzahlungsregelungen für Pfändungen vor der Insolvenz.

Da aber wie in der Ausgangsfrage beantwortet zuvor bereits einfach sichergestellt werden kann, dass keine Pfändungen an den Pfändungsfreibetrag heranragen sollte diese Frage keine große Rolle spielen.

Mit freundlichen Grüßen

Haberbosch


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Bewertung des Fragestellers 26.11.2010 | 07:23

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