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Lohnpfändung in Deutschland/ Wohnsitz Lettland

17.08.2019 15:48 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Guten Tag,

habe derzeit das Problem, das ich meiner Ex-Frau Unterhalt für unsere Tochter schulde.
Ich selbst habe meinen Wohnsitz in Lettland und arbeite temporär als Reservist bei der Bundeswehr.
Mein Arbeitgeber hat nun die Lohnpfändung erhalten und es soll mir alles bis auf €1100 gepfändet werden.
Diese Pfändung würde mir allerdings in Lettland nicht zugestellt.
Meine jetzige Frau lebt noch in Deutschland und hat aus einem Teilzeitjob lediglich €480 Einkommen. Meine Tochter hat eine 50% Behinderung.

1. Der Betrag von €1100 der mir verbleibt ist sehr gering und ich weiß nicht wie ich davon meine 2. Frau und Kind unterstützen soll. Kann man da bei Gericht eine erneute Prüfung der Höhe veranlassen?

2. Kann ich auf die Pfändung noch Einfluss nehmen, obwohl sie schon beim AG empfangen wurde?

3. Muss mir zur Gültigkeit bzw. Vollstreckung der Vorgang nicht auch per Post zugestellt werden?

Vielen Dank vorab!

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


1. Sie können beantragen, den unpfändbaren Betrag zu erhöhen, § 850f ZPO . Hier ist dann insbesondere die Höhe Ihrer Unterhaltsverpflichtungen zu berücksichtigen, ggf. aber auch sonstige unumgängliche Zahlungspflichten.

2. Zumindest für die Zukunft würden sich die Ihnen zu belassenden Beträge erhöhen, wenn das Gericht dem Antrag stattgibt.

Ggf. wäre es auch sinnvoll, mit der Gegenseite zu verhandeln, ob eine Einstellung der Zwangsvollstreckung gegen eine angemessene Ratenzahlung in Betracht kommt. Das setzt allerdings voraus, dass Sie ein vernünftiges Angebot unterbreiten, mit dem die Schuld in annehmbarer Zeit getilgt wird.

3. Es besteht eine Verpflichtung, auch Ihnen den Pfändungs- und Überweisungsbeschluss zuzustellen. Wirksam ist die Pfändung nach § 829 III ZPO allerdings schon dann, wenn sie dem Drittschuldner, also dem Arbeitgeber in Ihrem Fall, zugestellt worden ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

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