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Lohnkürzung wegen verspätet vorgelegter Krankmeldung

| 12.11.2015 22:39 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Notar und Rechtsanwalt Oliver Wöhler


Zusammenfassung: Entgeltfortzahlung bei Fehlen der AU-Bescheinigung.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beschäftige eine Teilzeitarbeitnehmerin (145 Stunde pro Monat). Die Arbeitnehmerin ist nun seit 29.10.2015 erkrankt. Sie hat am 02.11.2015 eine AU-Bescheinigung für die Zeit vom 29.10. bis 07.11.2015 vorgelegt.

Sie teilte mir per WhatsApp mit das sie voraussichtlich längere Zeit erkrankt sei. Darüber hinaus teilts sie mir auf die selbe Art und Weise mit, dass Sie am 10.11.2015 und 12.11.2015 Arzttermine (z. B. MRT) wahrzunehmen hätte. Sie hat allerdings für die Zeit ab 08.11.2015 keine weitere AU-Bescheinigung vorgelegt.

(Einschub: Diese Mitarbeiterin war dieses Jahr bereits 2x für die Dauer von etwa einer Woche erkrankt und reichte die AU-Bescheinigung erst nach Aufforderung bei mir ein! Die 1. AU für die aktuelle Erkrankung legte sie ebenfalls erst nach Aufforderung am 4. Krankheitstag vor!)

Welche arbeitsrechtlichen Möglichkeiten habe ich als Arbeitgeber. Speziell denke ich an die Lohnkürzung wegen Verstosses gegen die Obliegenheiten im Krankheitsfall der Arbeitnehmerin.

Aufgrund der fehlenden AU kann Die Erstattung der Lohnfortzahlung durch die Krankenkasse kann auch nicht erfolgen, sodass die Kosten für den Einsatz anderer Arbeitnehmer ebenfalls an mir hängen bleiben.

Ich bitte um kurze Beantwortung.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es gibt zwei Möglichkeiten wie Sie reagieren können. Die verspätete oder gar fehlende Vorlage der AU-Bescheinigung ist ein arbeitsvertragliches Fehlverhalten. Sie können daher eine Abmahnung aussprechen und dabei auch den letzten Vorfall auch mit einbeziehen. Sie sollten darin eine Kündigung für den Fall der Wiederholung androhen.

Sie sollten weiter von Ihrem Recht aus § 5 I EntgFG Gebrauch machen und der Arbeitnehmerin schriftlich mitteilen das Sie für künftige Krankheitsfälle die Vorlage der AU-Bescheinigung bereits am ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit verlangen.

Solange die AU-Bescheinigung nicht vorliegt, so wie jetzt, haben Sie nach § 7 EntgFG das Recht die Fortzahlung des Arbeitsentgelts zu verweigern. Sie können also die Lohnfortzahlung unterbrechen. § 7 gewährt ein Zurückbehaltungsrecht, aber kein Kürzungsrecht. Sie können die Zahlungen einstellen müssen aber nachzahlen wenn doch noch eine AU-Bescheinigung vorgelegt wird. Eine echte Lohnkürzung erlaubt das Gesetz nicht.

Sie können also den Lohn ab 8.11. einbehalten müssten aber nachzahlen wenn die Bescheinigung nachgereicht wird.

Abmahnen können Sie trotzdem, der Verstoß liegt bereits in der verspäteten Vorlage.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht


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