Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Lohnfortzahlung ohne ärztliche Bescheinigung?


06.10.2006 13:53 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Kann man aufgrund seines Direktionsrechts als Arbeitgeber anweisen, dass der Arbeitnehmer bei Krankheit schon ab dem 1. Krankheitstag eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen hat?

Sofern der Arbeitnehmer dem nicht nachkommt, kann man dann als Arbeitgeber die Lohnfortzahlung für die "Krankheitstage" gänzlich verweigern?

Hinweis: es besteht keine Tarifbindung

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Gem. § 5 Abs. 1 Satz 3 EFZG kann der Arbeitgeber (AG) verlangen, dass der Arbeitnehmer (AN) ihm die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) vor Ablauf der drei Kalendertage vorlegen muss. Verlangt der AG die AU schon am ersten Tag, so muss der AN dem nur nachkommen, wenn ihm dies möglich und zumutbar ist.

Konsequenz des fehlenden Nachweises ist das Leistungsverweigerungsrecht des AG gem. § 7 Abs. 1 Nur. 1 EFZG – keine Entgeltfortzahlung.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de

Nachfrage vom Fragesteller 15.04.2007 | 10:17

Sehr geehrter Herr Timm,

dazu eine Nachfrage,

angenommen der Arbeitnehmer oder AZUBI ist nur einen Tag krank. Kann der Arbeitgeber (im Rahmen des Direktionsrechts) eine aerztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verlangen - allerdings mit der Maßgabe - , dass diese nicht schon am ersten Krankheitstag vorgelegt werden muß, d.h. der Arbeitgeber begnügt sich damit, dass die ärztliche Arbeitunfähigkeitsbescheinigung bis zu 14 Tage später nachgereicht werden kann und es ausreicht, dass sich der Arbeitnehmer am ersten Tag mündlich krankmeldet?

Wäre eine derartige Anweisung des Arbeitsgebers rechtlich zulässig und durch sein Direktionsrecht abgedeckt?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.04.2007 | 14:28

Als Arbeitgeber sind Sie berechtigt, die ärztliche Bescheinigung sowohl zu einem frühen Zeitpunkt als gesetzlich vorgesehen zu fordern als auch für solche Zeiten der Arbeitsunfähigkeit, die kürzer sind als vier Tage (also auch schon ab dem 1. Tag). Es spricht also nichts gegen Ihr Vorgehen. Bei dieser Weisung handelt es sich um eine Frage der betriebliche Ordnung i. S. v. § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG, weshalb dem Betriebsrat ein erzwingbare Mitbestimmungsrecht zustehen soll.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER