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Lohnfortzahlung in der Schlechtwetterzeit bei Dachdecker


05.04.2006 17:42 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo!!!
Ich war in der Schlechtwetterzeit 1 Woche erkrankt.
In der Woche wo ich zuhause war haben meine Arbeitskollegen an 2 Tagen weniger Stunden gearbeitet,weil schlechtes Wetter war.
Der Chef hat für diese Fehlstunden schlechtwetter gemeldet.
Nun habe ich auf meinem Lohnzettel gesehen ,das er bei mir auch an diesen 2 Tagen schlechtwetter gemeldet hat.
Darf er das???
Ich war ja für diese Woche krankgeschrieben und müßte doch eigentlich 100% Lohnfortzahlung bekommen???
Weil sich ja immer was ändert in diesem Gewerbe weiß ich auch nicht ob es da etwas neues gibt???Ich möchte mich erst einmal Informieren bevor ich meinen Chef daruf anspreche.
So eine Frage wurde zwar hier schon gestellt aber sie ist schon 1 Jahr alt und ich weiß nicht ob diese Frage auch für das Dachdeckerhandwerk gilt???

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Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst gelten auch im Baunebengewerbe und damit auch für Dachdecker die Regelungen zum witterungsbedingten Arbeitsausfall (also dem früheren Schlechtwettergeld).

Und es wird Sie nicht erfreuen, aber Ihr Chef hat Recht. Denn fällt während der Zeit krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit für die gesunden Arbeitnehmer die Arbeit wegen besonderer Witterungsbedingungen aus, so entfällt für diese Zeit ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach § 3 EFZG.

Dies ist logische Folge der Regelungen über die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Fortzuzahlen ist dem Arbeitnehmer nämlich "das ihm bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit zustehende Arbeitsentgelt" (so § 4 EFZG). "Schlechtwetter" ist aber gerade keine Arbeitszeit und die Zahlungen während "Schlechtwetter" sind kein Entgelt, sondern eine Entgeltersatzleistung.

Vereinfacht ausgedrückt: Haben die gesunden Kollegen wegen witterungsbedingten Arbeitsausfalles keinen Anspruch auf Lohn, sondern nur auf Ausfallgeld, dann darf der kranke Arbeitnehmer nicht bevorzugt werden und erhält auch nur Ausfallgeld. Wäern Sie nicht krank, hätten Sie ja auch nur Ausfallgeld bekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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