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Lohnfortzahlung bei unregelmäßiger Stundenzahl

16.05.2018 13:03 |
Preis: 40,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes Kromer


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit 01/2014 auf Minijobbasis bei einem Sicherheitsdienstunternehmen angestellt. Seit 04/2018 auf Teilzeit befristet bis 31.07.2018 (70h +25% Aufstockung falls benötigt).
Im April habe ich jedoch bereits 145h gearbeitet und auch sonst werden es mehr wie 70h werden. Es gibt zwar einen festen, jeden Monat neuen, Dienstplan, dieser ändert sich jedoch stetig, da alle Objekte unterbesetzt sind.
Nun möchte ich mich im Juli operieren lassen (medizinisch notwendig), habe jedoch die Befürchtung, dass mein Arbeitgeber mir keine Lohnfortzahlung auszahlt, da ich es ihm früh genug mitgeteilt habe.
Meine Frage wäre jetzt, ob ich nur Geld bekomme, wenn ich mich in den Dienstplan eintragen lasse (und dann so viel wie an Stunden ursprünglich veranschlagt war) oder ob und auf wie viel ich Anspruch habe, wenn ich rechtzeitig Bescheid gebe, dass ich eine Woche ausfalle.

Vielen Dank

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Anspruch auf Lohnfortzahlung haben Sie, wenn Sie aufgrund Krankheit nicht arbeiten können, siehe § 3 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG). D.h. der Arbeitsausfall muss sich auf die Krankheit zurückführen lassen. Es ist insoweit völlig unerheblich, wann Sie die Operation angeben.

Schwieriger ist die Berechnung der Höhe Ihrer Lohnfortzahlung. Diese ist zwar in § 4 EFZG geregelt, allerdings bei solchen Konstellationen nur sehr schwierig zu berechnen. Von daher sollten Sie jedenfalls die Berechnung Ihres Arbeitgebers fachgerecht prüfen lassen.

Maßgeblich ist die regelmäßige Arbeitszeit. Ich verstehe Ihre Anfrage so, dass es schwankende Arbeitszeiten bzw. Gesamtstundenzahl monatlich gibt. Wenn dies der Fall ist, dann ist eine Durchschnittsbetrachtung auf Basis der letzten 12 Monate vor der Arbeitsunfähigkeit anzustellen.

Schwierig könnte bei Ihnen ein Punkt werden: Überstunden werden gem. § 4 EFZG nicht berücksichtigt. Allerdings sind Überstunden in diesem Sinne nur die Stunden, die wegen besonderer Ereignisse vorübergehend anfallen. Wenn Sie aber faktisch immer mehr als die vertraglich vereinbarte Zeit arbeiten, dann ist es keine Überstunde in diesem Sinne. D.h. zu beachten wären alle Ihre durchschnittlich geleisteten Stunden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 16.05.2018 | 14:06

Hallo,
Danke für Ihre Antwort.

Ich bin nur von 04/2018-07/2018 als Teilzeitkraft angestellt.
Werden dann auch nur die Stunden aus dieser Zeit bei der Berechnung berücksichtigt oder auch die vorherigen aus der Anstellung auf Minijobbasis (selbes Unternehmen)?

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.05.2018 | 14:27

Die Rechtsprechung steht üblicherweise auf einen 12-Monats-Zeitraum ab. Dies wird damit begründet, einen möglichst umfassenden und ausgewogenen Überblick zu haben. Von dieser 12-Monats-Betrachtung wird jedoch abgewichen, wenn sich erhebliche Änderungen in diesen 12 Monaten ergeben. D.h. in Ihrem Fall wären in der Tat nur die Zeiten zu berücksichtigen die auf Basis der Teilzeit-Anstellung seit 04/2018 angefallen sind.


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