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Lohnfortzahlung bei Freizeitunfall unter Alkohol

07.05.2010 18:26 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Ein Arbeitnehmer ist in seiner Freizeit beim Reitturnier betrunken vom Pferd gefallen, brach sich Bein und Rippen und fällt nun mindestens 8 Wochen aus. Ein Krankenschein liegt auch nach einer Woche Krankenhausaufenthalt nicht vor. Kann man in diesem Fall die Lohnfortzahlung verweigern?

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Nach § 3 des Entgeltfortzahlungsgesetzes besteht dann ein Anspruch des krankgeschriebenen Arbeitnehmers auf Fortzahlung des Lohnes, wenn ihn kein Verschulden an der Arbeitsunfähigkeit trifft.

„(1) Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert, ohne daß ihn ein Verschulden trifft, so hat er Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von sechs Wochen."

Ganz pauschal gesagt, kann dies natürlich nicht für einen Arbeitnehmer gelten, der betrunken vom Pferd fällt. Diesen Arbeitnehmer trifft ein Verschulden und er hat keinen Anspruch nach § 3.

Schon generell ist es bei Sportunfällen umstritten, ob diese ein Verschulden ausschließen oder nicht. Nach der Rechtsprechung ist bei Sportunfällen zu unterscheiden zwischen gefährlichen und nicht gefährlichen Sportarten, weil für die nicht gefährlichen Sportarten gegenüber dem allgemeinen Lebensrisiko keine Besonderheiten angenommen werden. Eine gefährliche Sportart soll dann vorliegen, wenn das Verletzungsrisiko so groß ist, dass auch ein gut ausgebildeter Sportler bei sorgfältiger Beachtung aller Regeln dieses Risiko nicht vermeiden kann.

Allein das Reiten als Sportart kann hier aber noch kein Verschulden des Arbeitnehmers begründen, wenn anzunehmen ist, dass er fähig im Umgang mit Pferden ist.

Unabhängig dieser Voraussetzung ist das Verschulden aber begründet, wenn der Arbeitnehmer Alkohol konsumiert und aufgrund der typischen Ausfallerscheinungen beim Sport einen Unfall erleidet.

Im vorliegenden Fall trifft den Arbeitnehmer also ein Verschulden, sodass der Anspruch auf Lohnfortzahlung entfällt.

Sie können also die Lohnfortzahlung verweigern.

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