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Lohnabzüge nebenberuflich tätig


10.12.2007 16:55 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

vielleicht können Sie mir helfen oder haben eine Idee zu meiner Frage: gelegentlich schreibe ich nebenberuflich kleine Artikel im Bereich Finanzwirtschaft. Bis dato habe ich das Entgelt immer netto ohne Abzug auf mein Konto bekommen. Bei einem Auftraggeber aus der Schweiz stellt sich nun das Problem, dass ich die Rechnung als "Privatmann" ausgeschrieben habe (Summe rund 300 Euro), sodass Lohnabzüge fällig würden.
Falle ich da in den Bereich des "Kleinunternehmers", der nebenberuflich tätig ist und auf meine Rechnung meine Steuernummer schreiben muss?
Von Seiten des Auftraggebers wurde mir gesagt, ich solle eine Unternehmung gründen, über die man alles abwickeln kann, sonst (Überweisung an mich als Privatperson) würden Abzüge fällig. Das Unternehmen hat nach meinem Wissenstand auch andere nebenberuflich Tätige, deren Honorar "an eine Unternehmung überwiesen würde, sodass keine Kosten anfallen".
Wie verhalte ich mich am Besten?

Beste Grüße,

A.H.
Sehr geehrter Fragesteller,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Frage wie folgt:
Umsatzsteuerrechtlich müssen seit dem 1.1.2004 alle Unternehmer in der Rechnung entweder die vom inländischen Finanzamt erteilte Steuernummer oder die vom Bundesamt für Finanzen erteilte Umsatzsteueridentifikationsnummer angeben (§ 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 UStG). Das betrifft auch sog. Kleinunternehmer nach § 19 UStG (z.B. nebenberuflich selbständig Tätige oder nebenberuflich gewerblich Tätige). Falls Sie zB Betriebswirtschaft studiert haben, brauchen Sie bei der Gemeinde kein Gewerbe anmelden, da Sie Einkünfte als "Freiberufler" nach § 18 EStG. Sie müssen die Aufnahme der Tätigkeit allerdings dem Finanzamt melden und Ihnen wird sodann eine Steuernummer zugeteilt, die Sie auf den Rechnungen angeben müssen. Ob Sie Rechnungen mit Umsatzsteuer schreiben müssen, hängt davon ab, ob Sie Kleinunternehmer iSv. §19 UStG sind. Dies hängt wiederum von Ihren Umsätzen ab.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.

Mit besten Grüßen
RA Hermes
Fachanwalt für Steuerrecht

www.kanzlei-hermes.com

Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2007 | 18:23

Sehr geehrter Herr Hermes,

zunächst herzlichen Dank für Ihre Antwort.
Die Umsätze belaufen sich auf monatlich 300-400 Euro. Keinesfalls darüber.
Insofern die Nachfrage, welchen Weg Sie präferieren würden, um bei diesen Umsätzen keine Abzüge in Kauf zu nehmen?
Wie erwähnt, es handelt sich um eine nebenberufliche Tätigkeit, die eher von Fall zu Fall auftaucht und nicht regelmäßig ist.
Könnte ich auch meine persönliche Steuernummer für einen Geschäftsauftrag benutzen bzw. in diesem Fall (in der Rechnung) verwenden?

Danke und Grüße,

A.H.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2007 | 18:43

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.
Sie müssen, wie gesagt, auf jeden Fall die Tätigkeit dem Finanzamt melden.
Aufgrund Ihrer Umsatzhöhe sind Sie Kleinunternehmer, so dass Sie Rechnungen ohne Umsatzsteuer stellen können. Sie müssen allerdings auf den Rechnungen Ihre (neu) zugeteilte Steuernummer angeben. Ertragssteuerlich sind diese Einkünfte allerdings anzugeben und auch zu versteuern.

Mit besten Grüßen

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