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Lohn wurde nicht bezahlt !


| 07.07.2005 23:26 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Ich müsste Lt. Arbeitsvertrag mein Lohn bis zum ersten eines Monates auf mein Konto bekommen.
Da ich aber mein Job gekündigt habe, weil ich zum 01.08.05 bei einem neuen Arbeitgeber beschäftigt bin, vermute ich dass es Probleme mit der Lohnzahlung geben könnte.
Da ich bis jetzt noch kein Lohn für Juni erhalten habe, vermute ich das ich dem Lohn hinterher laufen muss.
Mir ist bekannt! Dass es bei der Firma schön öfter Probleme mit der Lohnzahlung gab.

Meine Fragen:
Ab welchem Zeitraum (Frist) kann ich meine Firma zwingen auf Lohnzahlung wenn der Lohn zum ersten eines Monates fällig ist.
Und wie gehe ich dann am besten vor?
Kann ich Zinsen für die Wartezeit verlangen?

Besten Dank

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn der Lohn zum Monatsanfang fällig ist, ist der Arbeitgeber auf jeden Fall mit der Lohnzahlung für den Monat Juni in Verzug.

Sie können daher grundsätzlich jetzt bereits Ihren Anspruch anwaltlich oder gar gerichtlich geltend machen. Unter Umständen müssen Sie dazu auch eine im Arbeitsvertrag vereinbarte Verfallsfrist beachten.

Sie sollten daher nun einen Anwalt mit der Durchsetzung Ihres Anspruches beauftragen. Selbstverständlich können Sie für die Zeit des Verzuges auch Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinsssatz der EZB verlangen.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

Nachfrage vom Fragesteller 08.07.2005 | 00:09

Sehr geehrter Herr Schwartmann,


vielen Dank zunächst für Ihre Antwort.

Ich möchte mir zum besseren Verständnis der Frage folgendes vereinfachtes Beispiel erlauben:

Falls ich meinen Lohn gerichtlich erzwingen müsste, wer kommt für die Anwaltskosten auf?

Der Schuldner oder ich selbst?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.07.2005 | 11:21

Da es sich um einen Arbeitsrechtsstreit handelt, trägt dort jede Partei (in erster Instanz) ihre eigenen Kosten selbst. Ihre Anwaltskosten müssten Sie also leider selbst tragen.

Mit freundlichen Grüßen
A. Schwartmann

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