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Löschung meiner GmbH

| 21.08.2013 17:18 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Eine GmbH ist mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gem. § 60 Nr. 4 GmbHG aufgelöst und wird vom Insolvenzverwalter liquidiert, indem er Vermögenswerte verkauft und den Gläubigern die Quote auszahlt. Nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens erfolgt die Löschung aus dem Handelsregister, § 394 FamFG

Hallo!
Ich hatte 1999 für meine GmbH, deren alleiniger Gesellschafter ich war, Insolvenzantrag gestellt wegen Überschuldung. Es war genügend MAsse vorhanden so dass alle Gläubiger mit einer vernünftigen Quote befriedigt werden konnten.
Seitdem "ruhte" die GmbH und war ohne Geschäftsbetrieb.
Im März 2011 wurde mir dann mit Schreiben vom Bundesamt für Justiz über die Justizbetreibungsstelle Bonn ein Ordnungsgeld von 50€ auferlegt weil ich gegen die Offenlegungspflicht verstossen habe. Ich hatte geantwortet dass die GmbH derzeit keine Geschäftstätigkeit habe und mit Zahlung des Ordnungsgeldes war die Sache erledigt.

Nun wollte ich die GmbH wieder in Betrieb nehmen und habe heute bei meiner Recherche im Handelsregister entdeckt, dass die GmbH am 06.10.2011 gelöscht wurde. Ich bin sehr erstaunt und auch empört. Geht das ohne vorherige Ankündigung? Kann das Amt/Gericht ohne mein Wissen oder ohne meine Zustimmung einfach meine GmbH löschen?

Was kann ich im Nachhinein dagegen tun?

Danke für die Beantwortung!

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt, wobei ich wie gewünscht mit geringer Detailtiefe ausführe:

Da über das Vermögen der GmbH nach Ihrer Mitteilung ein Insolvenzverfahren eröffnet war, wurde diese mit dem Eröffnungsbeschluss aufgelöst, § 60 Nr. 4 GmbHG. Dies müsste schon bei Eröffnung des Verfahrens im Handelsregister eingetragen worden sein. Die Gesellschaft ist durch den Insolvenzverwalter danach auch liquidiert, d.h. die Vermögenswerte wurden verkauft, Forderungen gegen Dritte beigetrieben und die Schulden so gut wie möglich beglichen.

Nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens wird eine solche Gesellschaft dann üblicherweise nach § 394 Abs. 1 FamFG wegen Vermögenslosigkeit gelöscht. Normalerweise wird der Geschäftsführer hierzu nochmals angehört, § 394 Abs. 2 FamFG, und jedenfalls über die Löschung informiert.

Soweit dies nicht geschehen ist, könnte man ggf. über einen Wiedereinsetzungsantrag nachdenken, der innerhalb von zwei Wochen nach Kenntnis von der Löschung gestellt werden müsste. Diese Frist ist nicht verlängerbar, so dass hier möglicherweise Eile geboten ist. Es müsste dann weiter aber auch ein Grund für einen Widerspruch gegen die Löschungbestehen, die GmbH also noch Vermögen gehabt haben. Dies war nach Ihrer Mitteilung wohl nicht der Fall, so dass die Aussichten wohl eher fraglich sind.

Vom Grundsatz ist die Löschung der vermögenslosen Gesellschaft nach Durchführung des Insolvenzverfahrens üblich und von der Rechtsordnung so gewollt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 23.08.2013 | 10:02

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