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Löschung eines negativen (harten) Schufaeintrages

| 27.07.2015 00:20 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Guten Abend,

ich habe vor ca. 3 Jahren einen Schufaeintrag bekommen, da ich einen Kredit nicht mehr bedienen konnte. Dieser wurde dann ein Inkassounternehmen verkauft. Zu diesem Schufaeintrag gehörte dann auch der Offenbarungseid, der von mir abgegeben wurden. Nun habe ich die Forderung komplett ausgeglichen und möchte den Eintrag beim zuständigen Amtsgericht löschen.

Muss die Schufa nun "nur" den Offenbarungseid löschen oder auch gleichzeitig den Eintrag des nichtbezahlten Kredites ? Also den Eintrag des Kredites

Oder wird die jetzt beglichene Forderung des Kredites lediglich als "erledigt" markiert ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Einträge bestehen unabhängig voneinander.

Der Regelfall ist, dass Negativeinträge am Ende des 3. Kalenderjahres nach dem Jahr der Eintragung gelöscht werden. Diese Frist kann durch den Gläubiger durch Salden-Nachmeldungen, z.B. aufgrund aufgelaufener Zinsen, immer wieder nach hinten verlängert werden. Wurde also zum Beispiel am 27.07.2015 ein Eintrag vorgenommen, taucht er erst ab 01.01.2019 nicht mehr im Verzeichnis auf.

Im Gegensatz zu den sonstigen Schufa-Einträgen, gibt es jedoch bei Einträgen aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen, wozu auch der Offenbarungseid gehört, die Möglichkeit der vorzeitigen Löschung. Die Amtsgerichte teilen der Schufa die Erledigung in der Regel automatisch mit. Zur Beschleunigung können Sie sich jedoch vom Amtsgericht eine Löschungsbescheinigung ausstellen lassen, die sie dann wiederum der Schufa mit der Bitte um Löschung vorlegen.

Mit der Löschungsbescheinigung des Amtsgerichts erreichen Sie jedoch nur die Löschung des Offenbarungseids, nicht die Löschung der gemeldeten Forderung. Diese wird erst nach der 3-Jahres-Frist gelöscht. Eine vorzeitige Löschung kommt hinsichtlich der Forderung nur dann in Betracht, wenn folgende Voraussetzungen (gleichzeitig) vorliegen:

- die Forderung wurde nach dem 1. Juli 2012 gemeldet,
- die Forderung ist nicht höher als 2.000 €,
- es existiert kein Vollstreckungstitel und
- die Forderung wurde innerhalb von 6 Wochen vom Gläubiger als bezahlt gemeldet.

Fehlt nur eine dieser Voraussetzungen, kommt eine vorzeitige Löschung nicht in Betracht. Es gilt dann die 3-Jahres-Frist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen
A. Krüger-Fehlau
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 27.07.2015 | 09:53

Danke für die Antwort

Folgender konkreter Fall.

Abgabe einer Forderung an ein Inkassounternehmen und Saldo tituliert im Jahr 2012 (Eintrag in der Schufa).

Begleichung der Forderung im Juni 2015.

Wird der Eintrag nun Ende 2015 oder erst Ende 2018 gelöscht

Danke !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.07.2015 | 10:40

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Forderungen aus Krediten werden 3 Jahre nach der Rückzahlung gelöscht. Bei Begleichung der Forderung im Juni 2015 also im Jahr 2018.


Mit freundlichem Gruß
A. Krüger-Fehlau
Rechtsanwältin


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Bewertung des Fragestellers 30.07.2015 | 18:20

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