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Löschung Eintragung im Führungszeugnis

| 26.10.2020 12:44 |
Preis: 47,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Es geht um das BZRG und die Auskunft aus demselben für ein Führungszeugnis.

Hallo,

ich wurde am 16.02.2016 verhaftet und in Untersuchungshaft gesteckt und am 01.09.2016 wegen Betrug zu 3 Jahren und 2 Monaten verurteilt. Das Urteil wurde am 08.09.2016 rechtskräftig. Am 26.03.2018 wurde ich nach 2/3 der Strafe vorzeitig entlassen, die Reststrafe wurde auf Bewährung ( 3 Jahre ) ausgesetzt. Die Bewährung endet also am 26.03.2021. Ich hatte schon herausgefunden das die Eintragung im Führungszeugnis nach 5 Jahren plus der Strafe gelöscht wird. Wie verhält es sich mit der vorzeitigen Entlassung und Bewährung, wird dann die kürzere Haftstrafe genommen oder die aus dem Urteil ? Wann könnte ich mit einem sauberen Führungszeugnis rechnen ?

26.10.2020 | 15:15

Antwort

von


(823)
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Gerne zu Ihrer Frage:

Wie verhält es sich mit der vorzeitigen Entlassung und Bewährung, wird dann die kürzere Haftstrafe genommen oder die aus dem Urteil ? Wann könnte ich mit einem sauberen Führungszeugnis rechnen?


Antwort: Wenn Sie am 01.09.2016 wegen Betrug zu 3 Jahren und 2 Monaten verurteilt wurden beginnt ab dem Tag des ersten Urteils der Fristablauf für die Tilgung gem. § 46 Absatz 1BZRG

„Nr. 4. fünfzehn Jahre in allen übrigen Fällen" sowie eine sog. einjährige Überliegefrist (§ 45 Abs. 2 Satz 1 BZRG )

Für die Feststellung und Berechnung der Frist gelten die §§ 35, 36 entsprechend.

Für Ihr Führungszeugnis ist hingegen die Frist für die Nichtaufnahme in das Führungszeugnis gem. § 34 BZRG „fünf Jahre". Diese Frist gilt auch für das erweiterte und behördliche Führungszeugnis.

(3) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 Buchstabe d, Nr. 2, Nr. 3 und des Absatzes 2 verlängert sich die Frist um die Dauer der Freiheitsstrafe, des Strafarrests oder der Jugendstrafe
Also: 5 Jahre plus 3 Jahre und 2 Monate = 8 Jahre und 2 Monate.

Was die Anrechnung der Bewährungszeit wird gem. § 46 Abs. 2 BZRG für die Tilgung im Bundeszentralregister die Aussetzung der Strafe auf Bewährung privilegiert, § 46 Absatz 2 BZRG "Die Aussetzung der Strafe oder eines Strafrestes zur Bewährung oder die Beseitigung des Strafmakels bleiben bei der Berechnung der Frist unberücksichtigt, wenn diese Entscheidungen widerrufen worden sind.

Ansonsten kann nach § 39 Absatz 1 BZRG die vorzeitige Nichtaufnahme (Entfernung) einer Verurteilung in das FZ beantragt werden. Der Antrag ist schriftlich beim Bundesamt für Justiz in Bonn zu stellen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

Bewertung des Fragestellers 26.10.2020 | 15:44

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