Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Löschung

01.08.2019 13:42 |
Preis: 52,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Es spricht viel dafür, dass getilgte Verbindlichkeiten auch nach Neufassung des Datenschutzrechtes in der Datenschutzgrundverordnung noch drei Jahre bei Auskunfteien gespeichert werden dürfen.

Hallo...

ich habe 3 Schufaeinträge stehen, die durch Vergleiche bezahlt wurden.

Kann mir ein Anwalt diese Einträge vorzeitig löschen lassen?

Sehr geehrter Fragestellerin ,

ich verstehe Sie so, dass Sie keine Privatinsolvenz durchlaufen haben, sondern die Forderungen durch einen außergerichtlichen Vergleich erledigt sind. Ich gehe bei der Beantwortung weiter davon aus, dass Eintragungen gegen Sie rechtmäßig erfolgt sind und es sich nicht zum Beispiel um eine Verwechslung mit einer namensgleichen Person handelte o. ä.

Nach der bisherigen Rechtslage ausgehend von § 35 Abs. 2 Nummer 4 des inzwischen aufgehobenen Bundesdatenschutzgesetzes wurden erledigte Sachverhalte wie solche getilgten Verbindlichkeiten 3 Jahre nach Bezahlung gelöscht. Wie Sie sicherlich der Presse und den vielfältigen Belehrungen, die man als Verbraucher allerortens enthält entnommen haben, gibt es nunmehr die Datenschutz Grundverordnung und das Bundesdatenschutzgesetz ist neu gefasst. Eine derart klare Regelung bezüglich der Löschung erledigter Sachverhalte findet sich in der Verordnung nicht. Es gibt allerdings ein erstes Urteil des Landgerichts Wiesbaden vom 21.02.2019, Aktenzeichen 2 O 237/18 . in diesem forderte jemand in vergleichbarer Position, dass die Löschung der Einträge direkt nach Tilgung der Forderung hätte erfolgen müssen und berief sich auf Art. 17 der Datenschutzgrundverordnung. Das Gericht gab seiner Klage nicht statt. Die Interessen der Auskunftei und ihrer Vertragspartner überwiegen sein Interesse an der Löschung der Daten. Dem dortigen Kläger kam auch nicht zugute, dass er anlässlich der Einträge mit ca. 21 Jahren noch sehr jung war und es sich um Beträge von wenigen Euro handelt. Zu seinen Lasten bewertete das Gericht, dass diese Einträge mehr als vier Jahre bestanden, bis der Kläger diese tilgte.

Natürlich handelt es sich hierbei lediglich um ein Urteil eines Untergerichts, das allerdings für die SCHUFA Holding AG als größtes großes Auskunftsunternehmen örtlich zuständig ist. Ich sehe hier auch in Ihrem Fall ohne Kenntnis der konkreten Umstände eine starke Tendenz, dass auch in Ihrem Fall ähnlich entschieden würde. Aus diesem Grund sehe ich die Aussichten, dass durch ein anwaltliches außergerichtliches Schreibens eine vorzeitige Löschung der Einträge möglich ist, eher als gering an. Ich bedaure diesen Bescheid geben zu müssen.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70937 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Restlos geklärt. Vielen Dank für die schnelle Hilfe. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell und kompetent! Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
deutliche, klare Stellungnahme. Hilft mich im Rechtsurwald besser auszukennen. Empfehlenswert. ...
FRAGESTELLER