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Löschen negativer Schufaeinträge


22.10.2005 10:40 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Guten Tag,

ich würde gerne wissen, ob es möglich ist negative Schufaeinträge gelöscht zu bekommen vor dem Ablauf einer 3-Jahresfrist. Ich habe im Mai 2003 eine eidesstattliche Versicherung abgegeben. Die Schuld ist beglichen. Ferner wurde mir ein Dispokredit gekündigt, was auch an die Schufa gemeldet wurde. Diese Schuld ist auch beglichen. Besteht eine Möglichkeit diese Einträge löschen zu lassen und könnten Sie mir möglichst detailliert Auskunft geben, welche Wege ich dafür gehen kann?

Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihrer Online Anfrage teile ich Ihnen Folgendes mit:

Grundsätzlich bleiben auch abgegoltene Zahlungsverpflichtungen bis zum Ablauf der Löschungsfristen als Zahlungserfahrung gespeichert und werden als solche beauskunftet. Nach Ablauf der 3 jährigen Löschfrist erfolgt die Löschung unter der Voraussetzung der Erledigung automatisch.

Ein Rechtsanspruch auf sofortige, vorzeitige Löschung außerhalb der Dreijahresfrist besteht lediglich in den Fällen, wo Daten falsch sind oder aber unberechtigt gespeichert werden (§ 35 BDSG).

Um eine Löschung vor Ablauf der Dreijahresfrist zu erreichen, sollten Sie die Gläubiger anschreiben, diesen mitteilen, dass die Verbindlichkeit vollständig und ordnungsgemäß zurückgezahlt wurde, wie auch aus den Belegen, die den Gläubigern vorliegen, hervorgeht und die Gläubiger unter Fristsetzung auffordern, den Eintrag bei der Schufa löschen zu lassen. Erfolgt die Löschung nicht innerhalb der Frist, besteht weiterhin die Möglichkeit der Schufa ein Schreiben zu übersenden, in welchem Sie die Zahlung der gespeicherten Verbindlichkeiten nachweisen und diese auffordern, die Löschung vorzunehmen. Einen Rechtsanspruch auf vorzeitige Löschung haben Sie jedoch nicht. Die Schufa wird jedenfalls die Begleichung der Forderungen in der Schufa-Datei vermerken.

Mit freundlichen Grüßen

Jutta Petry-Berger
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 23.10.2005 | 12:39

Sehr geehrte Frau Petry-Berger,

leider gestaltet sich der Fall ein wenig kniffeliger. Die Gläubiger verwiesen im Schreiben nach der Erledigung der Schuld, dass die Erledigung an die Schufa gemeldet sei, die Löschung aber eben aufgrund der Bestimmungen erst nach der entsprechenden Verjährung erfolgen würde. Meine Nachfrage: Kann ich die Gläubiger mit Fug und Recht darauf hinweisen, dass es an Ihnen liegt eine Löschung zu beantragen und sie damit auch Erfolg haben werden?

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.10.2005 | 21:28

Sehr geehrte Ratsuchende,

da Sie keinen Anspruch auf eine vorzeitige Löschung haben, werden Sie die Gläubiger lediglich eindringlich darum bitten können, nach Begleichung der Forderung nunmehr auch die Löschung der Schufa-Eintragung zu veranlassen. Ohne einen entsprechenden Gläubiger-Antrag wird die Schufa vor Ablauf der Löschungsfrist nicht tätig werden. - Hinsichtlich der Forderung, die im Schuldnerverzeichnis eingetragen ist, können Sie eine vorzeitige Löschung dadurch erreichen, dass Sie die Erledigung dem betreffenden Amtsgericht nachweisen und um vorzeitige Datenlöschung aus dem Schuldnerverzeichnis nachsuchen. Sie erhalten dann eine sog. amtsgerichtliche Löschurkunde, mit der Sie die vorzeitige Löschung bei der Schufa beantragen können.

Mit freundlichen Grüßen

J.Petry-Berger
Rechtsanwältin

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