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Löschen eines Schufaeintrages


07.04.2006 09:48 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht



Mein Mann bekam einen Schufaeintrag, weil er im letzten Jahr eine offene Kreditkartenabrechnung in Höhe von 640 Euro hatte.
Dieser Betrag wurde in Raten bezahlt und die damalige Sachbearbeiterin der Deutschen Bank versicherte uns, daß kein Eintrag in die Schufa erfolgen würde.Nun wollen wir ein HAus
kaufen, das aber ohne die Löschung dieses Eintrages nicht finanziert wird.
Wir haben wie am 01.04.06 von Herrn RA Inhestern geraten, Bank und Schufa angeschrieben und sie aufgefordert, innerhalb von
14 Tagen die Löschung dieses Vermerkes, wegen nicht berechtigem
Interesse,wegen Hauskauf und Aussage der Sachbearbeiterin, zu veranlassen.
Nun hat die Bank die Nennung der Sachbearbeiterin von damals
verlangt, bevor sie diesen Eintrag löscht. Wer weiß denn so etwas nach einem Jahr noch?
Die Schufa möchte wiederum die Bank anschreiben und warten was
die sagt, bevor sie tätig wird.
Was können wir aktuell jetzt tun?
Wir wollen möglichst schnell was erreichen, sonst ist das Haus weg.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich gibt es gesetzlich festgelegte Fristen für die Löschung der Einträge. So werden beispielsweise Angaben zu Giro- und Kreditkartenkonten nach Kontoauflösung, Angaben über Versandkonten drei Jahre nach Eingang bzw. ab Mitteilung der Auflösung gelöscht. Angaben zu nicht vertragsgemäß abgewickelten Geschäften werden nach deren Erledigung zum Ende des dritten Jahres ab Aufzeichnung gelöscht. Das heißt, die Schufa ist bei der Beurteilung, ob Angaben zu löschen sind, immer von den Vertragspartnern abhängig.
In Ihrem Fall verhält sich die Schufa somit grundsätzlich richtig, wenn sie erst die Stellungnahme der Bank abwarten will.
Sie sollten deshalb bei Ihren Bemühungen in erster Linie bei Ihrer Bank ansetzen. Vielleicht ist es Ihnen gemeinsam mit Ihrer Bank doch möglich, die zuständige Sachbearbeiterin zu ermitteln.
Sie sollten notfalls versuchen, die Bank unter Druck zu setzen, beispielsweise mit der Drohung, andernfalls die Bank zu wechseln. Eine Auflösung des betroffenen Kreditkartenkontos hätte die sofortige Löschung der diesbezüglichen Daten zur Folge.
Auch sollten Sie darüber nachdenken, Ihr Anliegen mit Hilfe eines Anwalts durchzusetzen. Allein die Mitwirkung eines Anwalts kann manchmal Wunder bewirken, aber sie ist natürlich auch keine Garantie.
Denkbar wäre auch das Erwirken einer einstweiligen Verfügung. Aber hierzu müßten Sie auch das Verhalten der Bank, insbesondere die Aussage der Sachbearbeiterin schlüssig nachweisen können. Und dies ist ja gerade problematisch.

Meines Erachtens sollten Sie deshalb nochmals das Gespräch mit der Deutschen Bank (mit oder ohne Anwalt) und auch mit Ihrer für die Finanzierung des Hauskaufs zuständigen Bank suchen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit brauchbare Hinweise für Ihre weitere Vorgehensweise geben.

Mit freundlichen Grüßen

Ina Hänsgen
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 07.04.2006 | 12:56

Sie schreiben, daß das Löschen des Kreditkartenkontos die sofortige Auflösung aller Daten zur Folge hätte. Das bringt nichts, da die Deutsche Bank damals dieses Konto selbst gekündigt hat. Wir haben auch sonst unsere Konten nicht bei der
Deutschen Bank,so daß wir auch hier nicht drohen können. Wohl
wollten wir aber die Baufinanzierung über die Deutsche Bank laufen lassen. Würden Sie uns jetzt empfehlen, die Bank noch
einmal anzuschreiben und wenn ja mit welchem Inhalt genau ??
Bringt es etwas, die geplante Baufinanzierung mit ins Spiel
zu bringen ? Am unwahrscheinlichsten finde ich es, die damalige
Sachbearbeiterin zu finden und wenn, wird diese wahrscheinlich
behaupten, so etwas hätte sie nie zugesagt.Schriftlich gab es ja nie etwas. Also was können wir
nun konkret tun, um schnell zum Ziel zu kommen??

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.04.2006 | 15:15

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich würde Ihnen empfehlen, nochmals Kontakt mit der Bank aufzunehmen.

Sie sollten noch einmal die Löschung und den Widerruf der Eintragung mit Fristsetzung verlangen. Wenn die zwischen Ihnen und der Bank vereinbarte Schufa-Klausel auch die schutzwürdigen Belange des Kunden schützt, dann sollten Sie auch auf ein Urteil des Landgerichts Karlsruhe vom 15.08.1997 (Az. 9 S 145/97) verweisen. Dieses Urteil finden Sie übrigens unter dem Link www.finanztip.de/recht/bank/ur30p98005.htm
Für den Fall, dass die Bank dem nicht nachkommt, sollten Sie mit einer entsprechenden Klage drohen.
Hilfsweise, sollten Sie wenigstens die Eintragung eines "Erledigt-Vermerk" verlangen.

Hinsichtlich der Baufinanzierung ist es für mich schwierig, Ihnen einen Rat zu geben, da ich nicht weiss, ob Sie aufgrund der Schufa-Eintragung schon eine konkrete Absage bekommen haben und wenn ja, von welcher Bank.
Generell denke ich aber schon, dass die Aussicht auf eine Baufinanzierung ein gutes Lockmittel für die Bank sein dürfte.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit Anregungen für Ihr weiteres Vorgehen geben.

Mit freundlichen Grüßen

Ina Hänsgen
Rechtsanwältin

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