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Löschen eines Schufaeintrages


01.04.2006 12:10 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Wir haben eine Baufinanzierung in Höhe von 380000 Euro bei der
Deutschen Bank beantragt. Alles war soweit klar, bis der Banker
uns mitteilte,daß bei meinem Mann ein erledigter Schufaeintrag
vorliegt, von dem wir nichts wußten. Hier handelte es sich um
eine offene Kreditkartenabrechnung in Höhe von 640 Euro, die mein Mann in Raten zurückzahlte.(2oo5) So war es mit der zuständigen
Sachbearbeiterin der Deutschen Bank vereinbart. Auch versicherte
sie uns, daß kein Eintrag in die Schufa erfolgen würde.
Nun will die Bank nicht mehr finanzieren, bevor der Eintrag nicht gelöscht ist. Was können wir tun, um eine Löschung des Eintrages vor Ablauf der 3-Jahresfrist zu erreichen?
01.04.2006 | 13:22

Antwort

von


99 Bewertungen
Köbelinger Str.1
30159 Hannover
Tel: 0511 22062060
Web: www.tarneden-inhestern.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich aufgrund des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt:

Grundsätzlich gespeichert werden bei der Schufa negative Daten. Hierunter sind alle nicht vertragsgemäßen Abwicklungen von Kreditverträgen und auch Kreditkartenverträgen zu verstehen. Die Löschungsfrist beträgt dabei grundsätzlich nicht nur 3 Jahre, sondern 3 Jahre plus den Zeitraum vom Datum der Eintragung bis zum Ende des jeweiligen Eintragungsjahres.
Bei diesen negativen Merkmalen ist zu unterscheiden zwischen harten und weichen Neagtivmerkmalen.

Harte Negativmerkmale sind fruchtlose Pfändung, eidesstattliche Versicherung, Zwangsvollstreckung, Konkurseröffnung.
Bei Vorliegen solcher harten Negativmerkmale habe Sie keine Möglichkeit, gegen die Löschung eines Schufaeintrages vorzugehen.

Weiche Negativmerkmale sind ein beantragter Mahnbescheid, eine Kreditkündigung und Klageerhebung. Soweit im Rahmen der Kreditkartenabrechnung auch eine Kündigung des Kreditkartenvertrages erfolgte, liegt bei Ihnen lediglich ein weiches Negativmerkmal vor.
Bei solchen weichen Negativmerkmalen ist immer im Rahmen einer Einzelfallabwägung zu klären, ob Ihr Interesse an einer Löschung überwiegt, oder dass der Schufa und der die Eintragung veranlassenden Bank an einer weiter bestehenden Eintragung.

Nach Ihren Schilderungen, nämlich dass die Höhe der Rechnung nur 640,00 € betrug und vollständig zurückgeführt wurde, scheint Ihr Interesse an der Löschung zu überwiegen. Ebenso kann die geplante Baufinanzierung Ihr berechtigtes Interesse untermauern.

Sie sollten daher unter Hinweis auf die Zusicherung der Bankmitarbeiterin, es werde kein Schufaeintrag erfolgen, die Deutsche Bank schriftlich auffordern, die Mitteilung an die Schufa zu widerrufen. Wenn die Bank sich aufforderungsgemäß verhält, wird Ihre Eintragung durch die Schufa gelöscht.

Ebenso sollten Sie die Schufa direkt unter Hinweis darauf, dass ein berechtigtes Interesse an der Speicherung Ihres Eintrages nicht vorliegt,auffordern, die Eintrag zu löschen.

Hat beides kein Erfolg, können Sie klagen und die Löschung der Eintrag vorab per einstweiliger Verfügung erreichen. Hier besteht einerseits die Möglichkeit, die Deutsche Bank auf Widerruf in Anspruch zu nehmen, andererseits die Schufa auf Löschung in Anspruch zu nehmen. Diese Schritte sollten Sie aber mit Hilfe eines Rechtsanwaltes unternehmen, da die Prüfung, wer in Ihrem Fall in Anspruch zu nehmen ist, eine Sichtung der schriftlichen Unterlagen erfordert.

Sollte nicht einmal eine Kreditkartenkündigung und damit nicht einmal ein weiches Negativmerkmal vorliegen, gelten vorgenannte Ausführungen zu Ihren rechtlichen Möglichkeiten erst recht.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichem Gruß

Patrick Inhestern
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 01.04.2006 | 14:23

Sehr geehrter Herr Inhestern,


muß die Schufa über einen Eintrag informieren und kann man
weil dies hier nicht geschehen ist, das zu unseren Gunsten
verwenden?

Ansonsten vielen Dank für die schnelle und professionelle
Hilfe

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.04.2006 | 18:30

Sehr geehrter Fragesteller,

entschuldigen Sie bitte, dass ich erst jetzt auf Ihre Nachfrage zurück komme.

Ohne Ihre Einwilligung ist die Bank nicht berechtigt, Daten an die Schufa weiter zu leiten, und die Schufa ist nicht berechtigt, Ihre Daten zu speichern, so dass Sie grundsätzlich benachrichtigt werden müssten.

Allerdings enthalten Kreditverträge und auch Kreditkartenveträge gewöhnlicherweise eine sogenannte Schufa -Klausel, mit der Sie bei Unterschrift der Bank die Einwilligung zur Datenweiterleitung und der Schufa dei Einwilligung zur Datenspeicherung und ggf. Auskunftserteilung erteilen. Überprüfen Sie daher bitte den in Rede stehenden Kreditkartenvertrag darauf, ob er eine Schufa - Klausel enthält. Dies wird der Fall sein, so dass die Schufa Sie nicht gesondert über den Eintrag informieren muss, und Sie hieraus auch keinen Vorteil herleiten können.

Unabhängig davon stehen Ihre Chance auch so ganz gut. Vergessen Sie bei Ihren Schreiben an Bank und Schufa die angemessene Fristsetzung von 14 Tagen nicht. Nach Fristablauf oder wenn Sie zwei ablehnende Antworten erhalten haben, lassen Sie sich für die weitere Durchsetzung Ihrer Rechte anwaltlich vertreten.
Dies kann ich auch für Sie übernehmen.

Ansonsten wünsche ich Ihnen bei Ihrem Vorgehen viel Erfolg!

Mit freundlichem Gruß

Patrick Inhestern
Rechtsanwalt

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