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Listen/-artikelpreis völlig überhöht angegeben


21.05.2007 20:22 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Trettin



hallo und guten tag,

ich habe bei einer auktion ein fahrzeug ersteigert welches in 2006 einen neupreis von 22.339€ haben sollte. recherchen haben ergeben, das es sich bei dem angebotenem fahrzeug um ein "sondermodell" handelt welches mit der in der offerte angegebenen ausstattung zum preis von 15.900€ (listenpreis)angeboten wurde.
unter berücksichtigung der hohen laufleistung des fahrzeuges stellt ich der auktionspreis so in einem völlig anderem licht dar.
15.900€ abzgl. ca. 40 % (händlereinkaufliste)ergeben einen marktwert von ca. 8.500- 9.200€.
unter diesen bekannten umständen hätte ich den kauf niemals getätigt. ich fühle mich von dem käufer bezgl. der gemachten angaben vorsätzlich getäuscht und möchte das fahrzeug am liebsten zurückgeben, mindestens erwarte ich jedoch einen entsprechenden schadenersatz. wie stehen meine chancen ?

ps.
das es sich um ein "sondermodell" handelt steht wurde nirgends erwähnt. es gibt keinen weiteren spez. kaufvertrag.

gruß und danke

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworte:

I.

Eine Anfechtung Ihrer Vertragserklärung wegen arglistiger Täuschung kann nur Erfolg haben, wenn der Verkäufer des Kfz vorsätzlich (= arglistig) einen überhöhten Listenpreis angegeben hat.

Für den Vorsatz tragen Sie als Anfechtender die Beweislast. Sie müßten also beweisen (können), daß der Verkäufer noch im Zeitpunkt des Vertragsschlusses die Unrichtigkeit seiner Angabe kannte oder zumindest für möglich hielt.

Ob Ihnen dies gelingen wird, vermag ich nicht zu sagen. Wichtig erscheint mir aber der Hinweis, daß eine bloße Fahrlässigkeit des Verkäufers für eine Arglistanfechtung nicht genügt.

II.

Eine Fahrlässigkeit wäre nur im Rahmen einer Rückabwicklung des Kaufvertrages nach den Grundsätzen des Verschuldens bei Vertragsschluß("culpa in contrahendo") von Belang.

Insoweit müßte folglich argumentiert werden, der Verkäufer habe den falschen Listenpreis fahrlässig, also sorgfaltswidrig angegeben. Es ist dann Sache des Verkäufers, sich zu entlasten.

Ob ihm der Entlastungsbeweis gelingt, hängt letztlich davon ab, wie der Verkäufer den genannten Listenpreis ermittelt hat, und welche Sorgfaltspflichten er insoweit hatte. Dabei wird man m. E. auch danach differenzieren müssen, ob Sie das Fahrzeug von einem privaten oder von einem gewerblichen Händler erworben haben.

Genaueres läßt sich derzeit zu Ihren Chancen, sich von dem Kaufvertrag zu lösen, leider nicht sagen.

Ich hoffe dennoch, Ihnen einen ersten Überblick vermittelt zu haben, und stehe Ihnen gerne weiter zur Verfügung. Sofern Sie eine Interessenvertretung wünschen, nehmen Sie bitte Kontakt über die unten angegebene E-Mail-Adresse auf.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

fea@trettin-rechtsanwaelte.de
www.trettin-rechtsanwaelte.de
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