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Liquidation und Bundesanzeiger


12.08.2006 15:25 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Sehr geehrte Damen und Herren Anwälte,

ich habe eine Frage bezüglich der Liquidation unserer Gesellschaft.

Ich bin am 21.01.05 zum Liquidator unserer GmbH bestellt worden. Die GmbH hat keinerlei bekannte Verbindlichkeiten.

Leider habe ich es bis irrtümlich versäumt, im Bundesanzeiger die dreimalige Bekanntmachung zu veröffentlichen. Zwar sieht das Gesetz hierfür keine bestimmte Frist vor, aber dennoch habe ich Angst, dass irgendwelche Zwangsmaßnahmen seitens des Registergerichts auf mich zukommen könnten (es heisst ja wohl, dass die Bekanntmachung umgehend zu erfolgen hat).

Das Registergericht hat heute um Sachstandsmitteilung gebeten und ich habe noch nicht geantwortet. Welches Verhalten wäre Ihrer Meinung nach am Klügsten. Ich habe die Veröffentlichung natürlich am heutigen Tage nachgeholt.

Ich habe das jetzt folgendermaßen Formuliert:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in vorstehender Angelegenheit teile ich folgendes mit:

"Die Liquidation der oben bezeichneten xxx GmbH ist noch nicht abgeschlossen. Wir rechnen mit einem Abschluss des Verfahrens zum 01.09.2007, da irrtümlich die dreimalige Veröffentlichung im Bundesanzeiger erst jetzt erfolgt ist.

Bei weiteren Fragen können Sie sich mich unter o.g. Adresse schriftlich oder telefonisch erreichen. Vorsorglich weise ich darauf hin, dass ich vom 04.09.2006 bis ca. 04.11.2006 urlaubsabwesend bin. In dieser Zeit ist ausschließlich eine Kommunikation per Email möglich. Mfg usw."

Für Ihre Hilfe bedanke ich mich bereits jetzt.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich angesichts der von Ihnen mitgeteilten Informationen und Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Zwangsmaßnahmen Seitens des Registergerichts haben Sie aufgrund der verspäteten Bekanntmachung im Bundesanzeiger nicht zu befürchten. Weder sieht das Gesetz in § 65 Abs. 2 GmbHG bestimmte Fristen für den erstmaligen Gläubigeraufruf noch für den Zeitraum zwischen den einzelnen Bekanntmachungen vor, so dass der Zeitraum bis zum Ablauf des Sperrjahres (§ 73 Abs. 1 GmbHG) ausschließlich in den Händen der Liquidatoren liegt.

Das Gericht hat ein Interesse an einer raschen Löschung, da erst dann der Vorgang dort abgeschlossen werden kann und die Akte nicht vorgelegt werden braucht.

Die von Ihnen gewählte Formulierung für Ihre Antwort an das Registergericht bedarf keiner Korrektur.

Ich hoffe die Frage zu Ihrer Zufriedenheit beanstandet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

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