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Liposektionskosten abgelehnt, nun auch Haushaltshilfekosten für Ehemann

| 19.07.2018 14:13 |
Preis: 58,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Hallo,

meine Frau hat bei ihrer Krankenkasse die Liposektionskosten von 4 OPs im Wert von 25.000 Euro eingereicht. Diese wurden wie erwartet abgelehnt. Das das schon totaler Unsinn ist, da ihre Arbeitsfähigkeit mit Verlauf der Krankheit stark eingeschränkt sein wird und sie in Zukunft dem Steuerzahler auf der Tasche liegen wird, ist klar. Wir haben uns dazu entschlossen die Kosten selbst zu tragen damit sie weiter arbeiten gehen kann.
Die OPs sind so schwer, das sie für jede der 4 OPs je 14 Tage eine Haushaltshilfe benötigt da sie nicht mal alleine auf Toilette kann. Dies wurde auch von der Hausärztin bescheinigt. Ich, der Ehemann geht im unregelmäßigen Schichtdienst arbeiten. Da wir einen 3 jährige Sohn haben, kommt eine externe Kraft nicht in Frage und wir haben uns dazu entschieden, das ich die Pflege, das Kind und den Haushalt in der Zeit übernehme. Ich also die Haushaltshilfe übernehme. Mein Arbeitgeber hat mich in der Zeit unbezahlt Beurlaubt. Für die erste OP wurde die Haushaltshilfe genehmigt und ich habe das Geld von der Krankenkasse erhalten.

Jetzt kam ein Brief der Krankenkasse das dies eine Fehlentscheidung war, da die beantragte Haushaltshilfe eine Folgeleistung dieser abgelehnten Hauptleistung(Liposektion) sei und keine weiteren Kosten für Haushaltshilfen übernommen werden. Das Geld muss ich für die erste OP nicht zurück zahlen, für die anderen 3 x 14 Tage erhalte ich allerdings kein Geld mehr(immerhin 3000 Euro).
Hat die Krankenkasse damit Recht oder sollte ich mich anwaltlich vertreten lassen?

Viele Grüße

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider hat die Krankenkasse Recht.

Versicherte erhalten Haushaltshilfe, wenn ihnen wegen einer

-Krankenhausbehandlung,
-ambulanten oder stationären medizinischen Vorsorgeleistung,
-medizinischen Vorsorgeleistung für Mütter und Väter,
-häuslichen Krankenpflege,
-ambulanten oder stationären medizinischen Rehabilitationsmaßnahme oder
-medizinischen Rehabilitation für Mütter

die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist und im Haushalt ein Kind lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist.

Im Übrigen besteht der Anspruch auf Haushaltshilfe nur, soweit eine im Haushalt lebende Person den Haushalt nicht weiterführen kann.

Die Haushaltshilfe ist allerdings leider keine eigenständige Leistung, sondern eine sog. Nebenleistung. Das bedeutet, dass die Krankenkasse auch Kostenträgerin der Hauptleistung (z. B. der Liposuktion) sein muss, damit die Kosten der notwendigen Haushaltshilfe übernommen werden.

Wenn die Krankenkasse nicht Trägerin der Hauptleistung -wie leider in Ihrem Fall- ist, besteht auch keine Anspruch auf eine Haushaltshilfe.

Leider kann ich Ihnen keine günstigere Antwort geben, obwohl für mich die Weigerung der Kostenübernahme der Hauptleistung aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten in solchen Fällen auch noch nie nachvollziehbar war.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Beste Grüße
Ralf Hauser, LL.M. (Versicherungsrecht)
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 22.07.2018 | 05:05

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