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Lieferverzug bei Onlinedruckerei und dann noch große Farbabweichungen


| 15.11.2016 23:16 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Abend,
ich habe bei einer Onlinedruckerei Textilbanner für einen Kunden in Auftrag gegeben. Insgesamt handelte es sich um 6 große Banner in verschiedenen Formaten. Da ich diese 6 Aufträge nicht als Sammelbestellung eingeben konnte und für jeden Auftrag einzeln Expresskosten bezahlen hätte müssen, habe ich auf "normale" Standardlieferung bestellt. Die Angaben zur Lieferung während des Bestellvorgangs waren dabei 4 Arbeitstage, was locker reichte. Mein Kunde, ein Theaterverein, wollte die großen Banner dann an einem bestimmten Wochentag auf einer Bühne montieren. Ein Produkt kam nach 4 Arbeitstagen, 4 weitere Stoffbanner wurde per DPD versandt, und das sechste Banner per UPS. Diese 5 Banner wurden dann 5 Tage zu spät angeliefert. Dies führte schon zu enormen Ärger.

Dann wurden die Banner ausgepackt und 4 davon hatten eine andere Farbgebung wie die zwei anderen Banner. Dazu kommt noch, dass die Banner auf unterschiedlichen Materialien gedruckt wurden (4 gleiche, 2 andere). Die Farbabweichung ist so enorm und die Materialabweichung so erkennbar, dass ich eine Reklamation eingereicht habe mit der Bitte um Preisregulierung. Dazu erhielt ich folgende Antwort von der Druckerei:

Ihre Aufträge -222, -223, -224, -225 und -227 wurden mit dem sogenannten Thermo-Sublimations-Verfahren gedruckt gegensatz zu Ihrem Auftrag -226.
Das liegt daran, da diese eine Breite von über 3m haben. Dieser wurde mit UV-Druck produziert. In diesem Fall können wir keine Beanststandung anerkennen.

Das Argument, über 3 m Breite kann ich nicht verstehen, denn zwei Banner waren über 3 Mtr. Breite, und 4 Banner über 2 Meter, alle jedoch 4,50 mtr. Höhe. ich habe im Bestellvorgang alle 6 Aufträge mit denselben Parametern bestellt, d.h. dort war auszuwählen "210 g/qm Textilbanner". Telefonisch habe ich in der Druckerei bereits mitgeteilt, dass die 6 Banner auf unterschiedlichen Materialien gedruckt wurden, worauf es hieß, bei Papier gibt´s ja auch unterschiedliche Dichten und andere Haptik. Es wurde auch nicht darauf hingewiesen, dass die Banner in unterschiedlichen Druckverfahren hergestellt werden.

Kann ich bei einer Online-Druckerei Schadensersatzansprüche bzw. eine Preisregulierung dazu geltend machen? Es handelt sich um etwa 1.500 Euro netto für diese Produkte.

Nun kommt noch ein weiterer Punkt hinzu, eine Broschüre mit 68-Seiten und für denselben Kunden. Dieses ist seit dem 4.11. im Auftrag, auch in derselben Druckerei und es hieß im Bestellvorgang 5 Arbeitstage und Angabe zum "angestrebten" Liefertermin war der 14.11.! Heute ist der 15.11. und der Auftragsstatus zeigt immer noch "Produkt in Produktion", aber nicht "Produkt im Versand". In drei Tagen ist große Premiere meines Kunden und ich befürchte, das die Broschüren nicht rechtzeitig ankommen. Was kann ich hier tun?
15.11.2016 | 23:44

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

bezüglich des ersten Druckes haben Sie einen Anspruch darauf, dass Ihnen die Banner in einer vernünftigen Farbe geliefert werden.
Einen Schadensersatzanspruch hätten Sie nur dann, wenn Sie zuvor einen festen Liefertermin vereinbart hätten oder aber ausdrücklich sagten, dass alle Banner dieselbe Farbgebung haben sollte.
Dem Unternehmer ist eine Nacherfüllung zuzusprechen, es sei denn, dass er grob fahrlässig handelte, was ich in dieser Form nicht erkennen kann.

Bezüglich des zweiten Auftrages können Sie diesen stornieren, sofern auch nach einem Anruf nicht mehr erwartet werden kann, dass der Druck rechtzeitig fertig wird. Parallel sollten Sie eine Email mit Antwortfrist von wenigen Tagen senden (mit Ubermittlungs- und Empfangsbestätigung).

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 16.11.2016 | 11:54

Guten Tag Herr Hoffmeyer,
besten Dank für Ihre Antwort zu meiner Frage. Zur Stornierung des zweiten Auftrages habe ich nicht ganz verstanden, ob ich auch stornieren kann, wenn bei Bestellbestätigung der Hinweis stand "angestrebter Liefertermin" und nirgends vermerkt ist, wie viele Tage über den angestrebten Liefertermin seitens der Druckerei Kulanzzeit ist? Ich hätte den Auftrag auch gerne per Express bestellt, was aber lt. telefonischer Auskunft bei dieser Produktionsabteilung nicht möglich war. Der Standardversand über DPD wurde wohl heute in Auftrag gegeben, aber eine Zusage, dass die Ware bis Freitag bei mir eintrifft, kann mir nicht gegeben werden. Da ich die Ware am Samstag aber benötige, wäre eben die Frage zu oben, ob ich - sollte die Ware erst am Montag eintreffen - die Annahme verweigern darf?
Vielen Dank nochmals

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.11.2016 | 12:36

Sehr geehrter Fragesteller,

auch wenn keine konkrete Lieferzeit vereinbart worden war, hatten Sie bereits deutlich zum Ausdruck gebracht, die Ware am Samstag zu benötigen, sodass Ihnen eine solche lange Zeit auch nicht zumutbar war und Sie die Ware verweigern dürfen.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich meine Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.11.2016 | 12:42


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