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Lieferverzögerung Bestellung Haustüre, Einbau nicht möglich, Schadensersatz

| 15.08.2016 21:26 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Lieferverzug mit einer bestellten Eingangstür und rechtliche Möglichkeiten im Rahmen der Mängelgewährleistung

Guten Tag,

ich versuche es kurz und knackig zu schildern:
Es wurde eine Hauseingangstüre bei einer nicht günstigen Glaserei bestellt, per Email wurde ein Liefertermin von 6-8 Wochen genannt. Die Türe kam mit starker Lieferverzögerung ca. 16 Wochen nach Auftragserteilung. Die Maße der Türe wurden 2x ausgemessen.

Am Liefertag konnte die Türe nicht eingebaut werden da sie nicht passte, der Hersteller hat die falschen Maße hergestellt (nach Recherche definitiv Herstellerfehler, Maße wurden korrekt von der Glaserei weitergegeben).
Das wurde allerdings erst NACH!!! Ausbau der alten Türe bemerkt, als der Schreiner die neue Türe auspackte. Der Schreiner baute uns ein Provisorium ein!!!!

Nun hat die neu hergestellte Türe wieder eine Lieferzeit von 7 Wochen, d.h. eine gesamte Lieferzeit von ca. 23 Wochen.
Ich finde das eine unglaubliche Frechheit. Nun habe ich 3 verschiedene Firmen (Händler, Hersteller und Schreiner) und weiß nicht an wen ich mich wenden muss.

Ich habe auch starke Bedenken zwecks meiner Hausratversicherung, da die Türe nicht sonderlich stabil ist.

Was ich gerne wissen würde: habe ich eine Chance auf Schadensersatz bzw. eine Entschädigung? Wenn ja in welcher Höhe?
Ps: es wurde noch nichts bezahlt.

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Solange noch nicht bezahlt wurde, ist das nur gut, da Sie ein Zurückbehaltungsrecht haben:
Wer aus einem gegenseitigen Vertrag verpflichtet ist, kann die ihm obliegende Leistung bis zur Bewirkung der Gegenleistung verweigern, es sei denn, dass er vorzuleisten verpflichtet ist, § 320 Abs. 1 S. 1 BGB.

Ansprechpartner dafür ist allein Ihr Vertragspartner, hier (wohl nur) die Glaserei, sofern diese den Einbau durch einen anderen in Auftrag gegeben hatte.

Zu allererst, also jetzt, müssen Sie Nacherfüllung verlangen, was schon erfolgt ist.
Erst danach können Sie, wenn die Nacherfüllung scheitert, unmöglich ist oder endgültig verweigert wird, von dem Vertrag zurücktreten oder den Kaufpreis mindern bzw. Schadensersatz oder Ersatz vergeblicher (Eigen-) Aufwendungen verlangen.

Leider werden Sie Letzteres alles nur machen können, wenn die Frist von 7 Wochen auch nicht eingehalten wird.

Sie könnten aber jetzt die Frist auf 3-4 Wochen begrenzen, um die Sache zu beschleunigen und so bei einer Fristüberschreitung zu den vorgenannten Möglichkeiten übergehen.

Solche Reklamationen sind zumutbarerweiser nämlich meines Erachten schneller zu erledigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.08.2016 | 07:25

Sehr geehrter Herr Hesterberg,

vielen Dank für Ihre überaus schnelle und verständliche Antwort.
Ich habe besagtes getan und der Glaserei eine erneute Frist von max. 4 Wochen gesetzt. Eine Reaktion kam natürlich nicht.

Nun zu meiner Frage: Gesetz der Fall er hält sich nicht an die Fristsetzung in welcher Höhe könnte ich den Kaufpreis mindern? Was ist oder wäre angemessen? Ich möchte da nicht unverschämt sein und andererseits möchte ich auch nicht mehr von der Glaserei "veräppelt" werden, er war alles in Allem ja doch sehr dreist.

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Falls ich erneuten juristischen Beistand benötige werde ich mich an Sie wenden!

Mit freundlichen Grüßen nach Stuttgart

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.08.2016 | 10:37

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Also ich halte hier eine Minderung von 7,5-10 % durchaus für realisierbar angesichts des vorhandenen Provisoriums etc.

Das ist durchaus konservativ geschätzt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Bewertung des Fragestellers 25.08.2016 | 13:22

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 25.08.2016 5/5,0
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