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Lieferungen nach Österreich und in die Schweiz


21.05.2007 20:32 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ich habe eine Umsatzsteuer Sonderprüfung.

Ich versende Ware ins Ausland und sammle die Rechnungen und schreibe auch alles auf die Rechnungen drauf, was notwendig ist.
Insbesondere:
Umsatzsteuernummer des Kunden
Meine Umsatzsteuernummer
Der Hinweis, dass es sich um eine innergemeinschaftliche Lieferung handelt bzw. Export in die Schweiz.

Nun heißt es, dass es "leicht" nachvollziehbar sein muss, wie die Ware ins Ausland kam.

Ich habe die Rechnungen. Anhand der Rechnung finde ich durch meine Dokumentation den Abliefernachweis der Spedition. Dazu habe ich mir eine Excel-Tabelle gemacht.

Es dauert also für eine Stichprobe 1-2 Minuten um jedesmal zu zeigen, dass der Abliefernachweis zu der Rechnung gehört.

Auf was muss ich sonst noch achten, damit ich ohne Umsatzsteuer liefern kann? Es waren in dem Zeitraum ca. 30.000 Lieferungen um die 100 Euro. Gibt es da noch eine Bagatell-Grenze?

(Das Finanzamt will mich so wie es aussieht im Moment platt machen weil sie sagen, nicht genügend absortiert)
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte.

In Ihrem Falle wird zum Einen zwischen der Schweiz und Österreich zu unterscheiden sein, denn einmal würde es sich um etwaige umsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferungen in ein Drittland handeln und andernfalls je nach Leistungsempfänger um etwaige umsatzsteuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen.
Hinsichtlich der Schweiz wird es sicher Dokumente geben, anhand derer nachzuweisen sein wird, dass die Gegenstände, an denen Sie den Schweizer Kunden die Verfügungsmacht verschaffen, per noch vorhandener Grenze Deutschland verlassen haben.
Diese sollten Sie auch ggf. vorlegen können, da Sie hinsichtlich der Umsatzsteuerfreiheit der Lieferungen nachzuweisen haben, dass diese in ein Drittland erfolgten.
Bezüglich Österreichs wird es wohl so sein, dass Sie, um die Unternehmereigenschaft der Empfänger nachweisen zu können, zumindest deren österreichische Umsatzsteuer-ID-Nummer kennen sollten.
Am plausibelsten wäre wohl dahingehend vorzugehen, dass Sie auf den Rechnungen sowohl die Ihrige wie auch die der jeweiligen österreichischen Empfänger vermerken sollten, um zu zeigen, dass es sich hierbei um ein unternehmerisches Geschäft, somit um eine umsatzsteuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung handelt.
Dies schon deswegen um auch zu zeigen, dass sich der österreichische Empfänger mit dem innergemeinschaftlichen Erwerb in Österreich zu befassen hat.
Ansonsten wird widerleglich vermutet, dass die österreichischen Empfänger keine Unternehmer sind, so dass das Ursprungsland-, nicht das Bestimmungslandprinzip anzuwenden sein wird mit der Folge, dass die Umsatzbesteuerung in Deutschland wird stattfinden.
Dies wiederum hat zur Folge, dass der Österreicher Ihnen die deutsche Umsatzsteuer schuldet, die Sie wiederum an Ihr zuständiges Finanzamt abzuführen haben.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

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