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17.04.2009 17:12 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


17:46

Ich habe den Artikel ersteigert und nach einigen Tagen diese + Porto bezahlt, habe in der Zeit (zu Beginn der Zahlung) die bei ebay hinterlegte Adresse von mir geändert wegen Umzug und habe dem VK diese auf der Kaufabwicklung mitgeteilt. Der VK hat aber an die alte Adresse versand, natürlich ging die Ware als unbekannt zurück. Jetzt weigert er sich, diese nochmals zu versenden, wenn ich nicht erneut das Porto bezahle. Ich aber bin der Meinung vor dem Versand ihm die aktuelle Adresse genannt zu haben, so das es sein Fehler ist. Jetzt hat er auchnoch mit Bewertungserpressung versucht, an erneutes Porto zukommen, ebay hält sich raus, außer damit: er hat bei ebay einen "nicht bezahlten Artikel" gemeldet und wollte scheinbar auch och so seine VK-Gebühr von ebay erstattet haben, darauf erhielt ich eine Verwarnung, diese wurde aber wegen meinem gültigen Zahlungsnachweis wieder gelöscht. Der VK wohnt bei Augsburg und ich in Berlin, gut wäre ein RA in diesen Gebieten, da eine Klage sicher wird.

17.04.2009 | 17:32

Antwort

von


(513)
Groner Landstr. 59
37081 Göttingen
Tel: 05513097470
Web: http://www.Kanzlei-Lars-Liedtke.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Offensichtlich macht der Verkäufer ein Zurückbehaltungsrecht an der Ware geltend. Da bei Ebay-Kaufverträgen eine Vorleistungspflicht des Käufers vereinbart wird, wäre er hierzu berechtigt, falls Sie Ihrer Zahlungspflicht noch nicht vollständig nachgekommen wären.

Grundsätzlich sind Sie zur Zahlung der Portokosten verpflichtet. Die nun zusätzlich entstandenen Portokosten müsste der Verkäufer dann selbst tragen, wenn er sie verschuldet hätte. Von einem fahrlässigen Verschulden wäre auszugehen, wenn Sie beweisen könnten, dass ihm die Mitteilung der Adressänderung vor Versendung der Ware zugegangen ist. Nur dann könnten Sie überhaupt dem Grunde nach einen Anspruch auf Ersatz der Portokosten haben.

Aber auch dann ist die Höhe Ihres Anspruchs fraglich, denn Ihr Anspruch wäre dem Betrag nach in der Höhe zu kürzen, wie Ihnen ein Mitverschulden angelastet werden kann. Wäre es Ihnen bereits vor Vertragsschluss möglich gewesen, Ihre Adressdaten bei Ebay zu korrigieren - und hätten Sie dies getan -, hätte der Verkäufer die Ware gar nicht erst an die falsche Adresse verschickt. Daher haben Sie die zusätzlichen Portokosten ebenso verschuldet wie der Verkäufer. Voraussichtlich würde ein Gericht daher von einem Mitverschulden Ihrerseits i.H.v. 50 % ausgehen. Die Folge wäre dann, dass die zusätzlichen Portokosten von je zur Hälfte von Ihnen und vom Verkäufer zu bezahlen wären.

Sollte der Verkäufer also von seiner Position nicht abrücken, empfehle ich Ihnen, ihm vorzuschlagen, dass Sie sich diese Kosten zur Hälfte teilen. Sollte er auch darauf nicht eingehen und sollten Sie nicht bereit sein, den gesamten Betrag zu begleichen, sollten Sie sodann Klage auf Übergabe und Übereignung der Kaufsache Zug-um-Zug gegen Zahlung des hälftigen Portobetrags erheben.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.


Rechtsanwalt Lars Liedtke

Rückfrage vom Fragesteller 18.04.2009 | 11:31

Der Kauf war am 01.03.2009, die Adressänderung habe ich am 04.03.2009 vorgenommen, die Bezahlung des Artikels über die eBay-Kaufabwicklung aber erst am 02.04.2009 und dabei NOCHMALS in dem entsprechendem Feld die Adressänderung geschrieben. So hatte der VK, VOR Versendung, Kenntniss der neuen Adresse, was mir auch wichtig war, zumal es ein Geschenk sein sollte. Das hatte nun nicht geklappt und ich musste ein neues teureres besorgen. Dem VK hatte ich bereits 50% der Portokosten angeboten, das lehte er ab und forderte zudem die Bewertung löschen zu lassen, sonst gibt er die Cam sowieso nicht heraus, habe ich alles schriftlich. Jeden Briefwechsel, die Änderung der Adr. usw.
Herzlichen Dank für die erste Antwort

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.04.2009 | 17:46

Sehr geehrter Fragesteller,

vor diesem Hintergrund erscheint es doch sehr fraglich, ob Sie ein Mitverschuden trifft.

Ich empfehle Ihnen, den Verkäufer ein letztes Mal unter Fristsetzung zur Herausgabe der Kaufsache aufzufordern (am besten per Einschreiben mit Rückschein).

Sollte diese Frist fruchtlos verstreichen, sollten Sie einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung Ihrer Ansprüche beauftragen. Zum einen könnten Sie auf Übergabe und Übereignung der Kaufsache klagen. Sollten Sie hieran kein Interesse mehr haben (da es ja ein Geschenk sein sollte), könnten Sie auch alternativ vom Kaufvertrag zurücktreten und Kaufpreisrückzahlung verlangen. Zudem könnten Sie Schadensersatz geltend machen, falls Sie beweisen können, dass Ihnen nun Mehrkosten für ein teureres Geschenk entstanden sind.

Sollten Sie im Fortgang dieser Angelegenheit einen Rechtsanwalt mit der außergerichtlichen oder gerichtlichen Interessenwahrnehmung beauftragen wollen, können Sie sich gern an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Liedtke
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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