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Leistungstest

01.08.2015 09:52 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung: Leistungstests im Arbeitsverhältnis

Hallo, ich bin Mitarbeiter der Firma UPS . Seit 14 Jahren bin ich als Paketzusteller in der Niederlassung Kempten tätig . Seit neustem verlangt mein Arbeitgeber ( zZt. Nur in Kempten bekannt ) einen Leistungstest . Den ersten habe ich am 6.7.2015 durchführen müssen. In diesem Test erreichte ich einen Wert von 78% . Ohne eine Begründung , muss ich einen zweiten Test am kommenden Montag durchführen. Vielleicht ist eine 100%ige Trefferquote für den angehenden Manager wichtig . Es ist nicht explizit im Abeitsvertrag verankert , dass ich einen Leistungstest durchführen muss. Es ist 14 Jahre her und zwischendurch öfter erwähnt worden,um was es für Richtlinien geht. Mich macht dieser Test nervös, habe auf Grund früher Ereignisse auch psychische Probleme mit diversen Vorgesetzten . War auch deswegen in Behandlung . Auch habe ich eine Lernschwäche , habe Probleme mir Dinge auswendig zu merken . Sorry, aber ich bin jetzt 48 Jahre alt und nicht mehr in der Schule . Meine Frage : Muss ich diesen Test wiederholen und wenn nicht wie kann ich dagegen argumentieren . Außerdem habe ich den Eindruck , das die Vorgesetzten damit erreichen möchten ,bei Nichteinhaltung oder Verweigerung den Test zu schreiben , eine Abmahnung schreiben ,um später einfacher eine Kündigung aussprechen zu können.
Für Ihre Hilfe bin ich Ihnen Dankbar .
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es kommt zunächst darauf an, ob ein Leistungstest in Ihrem Arbeitsvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung oder aber in einem Tarifvertrag vereinbart ist. Das ist bei Ihnen wohl nicht der Fall, zumindest nicht im Vertrag. Wenn ich Sie richtig verstehe ist aber vor 14 also zur Einstellung schon einmal ein Test gemacht worden.

Man müsste genauer wissen welche Details der Test umfasst. Man kann aber sagen das nach der Rechtsprechung jeder Test einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht darstellt.
In gewissem Rahmen ist der AG aber berechtigt zu prüfen ob die AN die Anforderungen der Stelle noch erfüllen.

Es spricht hier mehr dafür das der Test nicht rechtmäßig ist. Ich rate nach meiner Erfahrung nicht zu einer Verweigerung des Tests. Niemand kann von Ihnen 100 % verlangen. Machen Sie den Test nur mit wenn Sie an diesem Tag gesund sind, die Rechtsprechung des BAG akzeptiert es nicht wenn man später behauptet man sein nicht in der Lage gewesen den Test zu machen. Selbst wenn der Test nicht positiv ausfällt brauchen Sie sich keine Gedanken machen. Sie haben ihn dann nicht verweigert und bei Rechtswidrigkeit des Tests dürfte sich der AG nicht auf das Ergebnis berufen. Ihnen könnte auch keine Abmahnung erteilt werden oder gar eine Kündigung ausgesprochen werden.

Mit einer Teilnahme sind Sie eher auf der sicheren Seite, denn wenn man doch zu dem Ergebnis käme, dass Sie teilnehmen müssen wäre die Verweigerung in der Tat ein Grund für eine Abmahnung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht


Nachfrage vom Fragesteller 03.08.2015 | 21:18

Guten Tag,

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist es rechtswidrig wenn es ein Test ist der nichts mit gesetzlichen Grundlagen oder Weiterbildungen zu tun hat . Es ist ein UPS interner Test ,der nur was mit Verhaltensweisen beim führen von Kraftfahrzeugen und Arbeitssicherheit zu tun hat.

Danke für ihre Auskunft
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.08.2015 | 23:24

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne komme ich auf die Nachfrage zurück.

Natürlich darf der AG Sie schulen um die Sicherheit zu verbessern.

Ein Leistungstest ohne vertragliche Grundlage wäre nicht geeignet Sanktionen zu rechtfertigen.
Für den AN muss auch erkennbar sein, welche Anforderungen in ihn gestellt werden.

Sie brauchen sich keine Gedanken machen.


Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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