Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Leistung erbracht aber Auftraggeber verweigert Zahlung:

03.06.2012 02:13 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von




Sehr geehrte Damen und Herren,


ich bitte um rechtssichere Auskunft in wie weit ich nun weiter verfahren soll. Für mich ist es wichtig, was Sie mir raten. Klage erheben oder nicht. Bin ich im Recht oder nicht.


Folgende Punkte chronologisch geordnet.


1. Ich betreibe bei myhammer ein Account und habe am 27.05. einen Auftrag erhalten um eine Pressemitteilung zu schreiben. Preis war 46 Euro
2. Pressemitteilung wurde direkt geschrieben. Es musste dann eine Nachbesserung stattfinden
3. Nach der Zusendung des neuen Textes erhielt ich nachfolgende Email vom Auftraggeber


Hallo,



so passt es. Ich werde noch geringfügige Änderungen vornehmen weil der Passus mit der weiterführenden Betreuung fehlt. Ich überweise das Geld dann gleich noch heute oder morgen per Onlinebanking. Wenn Sie es lieber über Paypal haben möchten geben Sie mir bitte die Paypal Adresse


4. Ich habe zwei Tage nichts gehört. Danach wurde mir vom Auftraggeber der Auftrag bei myhammer entzogen, obwohl ich diesen ausgeführt hatte.


5. Es wurde mir mitgeteilt, der Text sei sehr schlecht und höre sich an wie ein Aufsatz von einem 8 jährigen Kind. Eine Zahlung gebe es nicht


6. Die Pressemitteilung lautet:


Tipps für Einsteiger zum Immobilienmakler aus der Praxis – Ein Autor packt aus

xxx – Der Autor xxx hat sich wohl mit seinem neuen Buch „xxxxx" selbst übertroffen. In seinem neuen Buch, dass unter dem xxxx Verlag herausgebracht wurde, gibt er Einsteiger zur Selbstständigkeit als Immobilienmakler wichtige Tipps wie schwer aber auch lukrativ die Selbstständigkeit sein kann.

Das Buch „xxxxx" ist von einem großen fundierten Insiderwissen aufgebaut, des Weiteren sind in diesem tollen Buch, sorgsam geführte Recherchen aus der Praxis zu lesen. Der Autor xxx bietet seinen Lesern mit diesem Buch sehr viele nützliche Tipps aus der Praxis, einen Einstieg und Überblick in das Geschäft des Immobilienmaklers zu erhalten. Hier werden wichtige Fragen beantwortet, die für den Einstieg als Immobilienmakler unerlässlich sind. So setzt sich der Autor xxx mit verschiedenen Thematiken auseinander und geht auf spezifische Punkte ein. In Kapitel 2 des Buches wird hier erläutert, wie hoch die Verdienstmöglichkeiten sein können, in Kapitel 3 kommt er auf die Kosten zu sprechen, die anfallen wenn man sich selbstständig machen möchte. Jedoch auch in Kapitel 5 wird es spannend, wenn er auf die Weiterbildung zu sprechen kommt. Doch nicht nur durch diese Kapitel wurde das Buch so erfolgreich erklärt, sondern auch die weiteren Tipps, die randvoll in dem Buch enthalten sind, spielen hier eine große Rolle. Das reale Leben aus der Praxis wird hier dem Einsteiger hautnah und lebhaft erklärt.

Das Buch des xxxx Verlages, gibt es auf der Internethomepage xxxx zu erwerben. Auch kann man es bei Amazon im Internetshop oder anderen guten Buchläden gekauft werden. Der Preis pro Exemplar beträgt 22,90 Euro. Bereits jetzt kann man diesen Preis als eine gute Investition in den Start als Immobilienmakler betrachten. Denn wer dieses Buch gelesen hat, wird ein reales Bild davon haben, wie lukrativ aber auch schwierig der Einstieg als Immobilienmakler sein kann.





7. Ich habe eine Frist per Einschreiben gesetzt man hat mir gesagt man zahlt nicht



Meine Frage nun :


Bin ich im Recht und ist die Email eine Abnahme des Auftrages? Steht mir das Geld zu? Ist der Text zu schlecht? Auch wenn ich hier nun Verlust mache, mir geht es ums Prinzip!!! Mehr Geld kann nicht ausgelobt werden.

-- Einsatz geändert am 03.06.2012 02:37:14

-- Einsatz geändert am 03.06.2012 04:03:35
03.06.2012 | 08:49

Antwort

von


(344)
Austr. 9 1/2
89407 Dillingen a. d. Donau
Tel: 09071/2658
Web: http://www.rechthilfreich.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Anfrage über das Online Beratungsportal frag-einen-anwalt.

Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum dafür angedacht ist, einen ersten Eindruck zu der Rechtslage zu vermitteln.

Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens auch anders ausfallen.

Auf Grundlage Ihrer Angaben beantworte ich die Frage weiter wie folgt:

Vertragsschluss und Vertragserfüllung richten sich vorliegend entsprechend Ziffer 12.3 der MyHammer AGB nach ALLGEMEINEM VERTRAGSRECHT:

----

"Im Übrigen richten sich Vertragsschluss und Vertragserfüllung von bei MyHammer vergebenen Aufträgen nach allgemeinem Vertragsrecht. Daher dürfen Funktionen bei MyHammer zur Vergabe eines Auftrags nur im Einklang mit vertragsrechtlichen Bestimmungen genutzt werden. Auch die Auflösung eines zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer geschlossenen Vertrages ist nur bei Vorliegen der einschlägigen rechtlichen Voraussetzungen möglich. Soweit bei MyHammer Funktionen zur Deaktivierung einer Ausschreibung oder zur Löschung eines Angebots oder zur Erklärung eines Widerrufs, eines Rücktritts, einer Kündigung oder ähnlicher Gestaltungsrechte bereitgestellt werden."

Fundstelle:
http://www.my-hammer.de/showPage.php?id=terms#12

---

Auftragsgegenstand war vorliegend die Anfertigung einer Pressemitteilung.

Als Journalist sind Sie freiberuflich tätig.

Die Freien Berufe haben im allgemeinen auf der Grundlage besonderer beruflicher Qualifikation oder schöpferischer Begabung die persönliche, eigenverantwortliche und fachlich unabhängige Erbringung von Dienstleistungen höherer Art im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit zum Inhalt - § 1 Abs. 2 ParGG.

Demzufolge haben Sie vorliegend mit der über myHammer in Auftrag gegebenen Anfertigung der Pressemitteilung wohl "Dienste höherer Art" geleistet.

Bei solchen Diensten kommt es in Betracht, dass der Auftraggeber gemäß § 627 BGB das Dienstverhältnis fristlos und ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen darf.

Im Kündigungsfall muss er jedoch gemäß § 628 BGB einen der bisherigen Leistung entsprechenden Teil entrichten:

---

§ 628 BGB

Teilvergütung und Schadensersatz bei fristloser Kündigung

(1) Wird nach dem Beginn der Dienstleistung das Dienstverhältnis auf Grund des § 626 oder des § 627 gekündigt, so kann der Verpflichtete einen seinen bisherigen Leistungen entsprechenden Teil der Vergütung verlangen. Kündigt er, ohne durch vertragswidriges Verhalten des anderen Teiles dazu veranlasst zu sein, oder veranlasst er durch sein vertragswidriges Verhalten die Kündigung des anderen Teiles, so steht ihm ein Anspruch auf die Vergütung insoweit nicht zu, als seine bisherigen Leistungen infolge der Kündigung für den anderen Teil kein Interesse haben. Ist die Vergütung für eine spätere Zeit im Voraus entrichtet, so hat der Verpflichtete sie nach Maßgabe des § 346 oder, wenn die Kündigung wegen eines Umstands erfolgt, den er nicht zu vertreten hat, nach den Vorschriften über die Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung zurückzuerstatten.

(2) Wird die Kündigung durch vertragswidriges Verhalten des anderen Teiles veranlasst, so ist dieser zum Ersatz des durch die Aufhebung des Dienstverhältnisses entstehenden Schadens verpflichtet.

---

Nach Auffassung des Auftraggebers war die Pressemitteilung so gut wie fertig, wobei jedoch noch der Passus zur weiterführenden Betreuung fehlte.

Die konkrete Höhe einer vor Gericht durchsetzbaren Forderung lässt sich schwer vorhersagen. In Anbetracht der vereinbarten ohnehin sehr geringen Entlohnung werden wohl nahezu die geamten 46 Euro vom Auftraggeber zu entrichten sein.

An Ihrer Stelle würde ich nun beim zentralen Mahngericht, einen Antrag auf den Erlass eines sogenannten Mahnbescheides (Hauptforderung 46 Euro) stellen. Kosten des gerichtlichen Mahnverfahrens wären 23 Euro. Diese muss der Schuldner tragen, wenn er gegen den Mahnbescheid keinen Widerspruch einlegt:

http://www.mahngerichte.de/

Die sofortige Erhebung der Klage wäre bei einem so geringen Streitwert (46 Euro) unzulässig (Vgl.: BGH Urteil vom 23.11.2004, Az.: VI ZR 336/03).

Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Kohberger

ANTWORT VON

(344)

Austr. 9 1/2
89407 Dillingen a. d. Donau
Tel: 09071/2658
Web: http://www.rechthilfreich.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht (Arbeiter und Angestellte), Mietrecht, Straßenverkehrsrecht, Strafrecht, Internet und Computerrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70047 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle und fundierte Antwort bei einem komplexen Thema. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles bestens. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen