Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Leistung der Restschuldversicherung bei Vorerkrankungen

| 29.04.2011 11:36 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Hallo,
ich habe im Februar dieses Jahres einen Kredit mit einer sogenannten Restschuldversicherung für Krankheit und Tod abgeschlossen. Im Dezember vorher, also 2010, war ich in Ärztlicher Behandlung wegen eines vergrößerten Lymphknotens am Hals. Die Ärzte (Internist, HNO) konnten jedoch damals nichts ernsthaftes feststellen.

Nun befinde ich mich aber wiederholt in Behandlung wegen dieses Lymphknotens, der mir nun auch in zwei Wochen operativ entfernt wird um festzustellen ob da nicht doch etwas Bösartiges vorliegt.

Wie sieht es hier nun mit eventuellen Leistungen der Restschuldversicherung aus ? In den Vertragsbedingungen steht ja das eine Leistung ausgeschlossen wird bei "eine dem Kunden bekannte ernstliche Erkrankung oder Unfallfolgen, wegen der der Kunde in den letzten zwölf Monaten vor Beginn des Versicherungsschutzes ärztlich behandelt worden ist". Mir wurde ja damals im Dezember gesagt das der Lymphkonoten nichts schlimmes sei. Erst jetzt entschloss man sich diesen zu entfernen um das näher zu untersuchen.

Habe ich nun dafür Versicherungsschutz oder nicht ?

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage gerne wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass in den Versicherungsbedingungen Ihrer Restschuldversicherung eine Ausschlussklausel enthalten ist, die besagt, dass die Versicherung keine Leitung erbringen muss, wenn der Versicherungsfall mit einer Vorerkrankung in kausalem Zusammenhang steht, die dem Versicherten bekannt war und wegen der er in den letzten 12 Monaten vor Vertragsschluss ärztlich beraten oder behandelt wurde.

Der entscheidende Faktor in Ihrem Fall ist also, ob zwischen Ihrer Erkrankung und dem eventuell eintretenden Versicherungsfall ein Kausalzusammenhang bestehen würde.

Ein Kausalzusammenhang ist generell von der Versicherung konkret nachzuweisen. Nach Ihrer Sacheverhaltsschilderung gehe ich aber stark davon aus, dass die Versicherung bei einem eventuellen Leistungsfall hier die Auszahlung verweigern würde und Sie keinen Versicherungsschutz in Anspruch nehmen könnten. Die Versicherung würde sich darauf berufen, dass die Ausschlussklausel auch dann gilt, wenn sich eine Vorerkrankung weiterentwickelt hat.

Bei einem Lesitusngsfall gehe ich leider von dieser Entwicklungs aus. Sollte die Versicherung wirklich so vorgehen, empfehle ich Ihnen einen Anwalt zu beauftragen und gegebenenfalls gegen die Ablehnung der Versicherung vorzugehen.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.04.2011 | 14:10

Na, wie ich ja bereits geschrieben habe, steht in den Vertragsbedingungen als Ausschlussklausel zu dieser Restschuldversicherung konkret: "eine dem Kunden bekannte ernstliche Erkrankung...in den letzten zwölf Monaten vor Beginn des Versicherungsschutzes " Mir war aber keine ernsthafte Erkrankung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bekannt. Im Gegenteil wurde mir von den damaligen Ärzten bestätigt das es nichts ernsthaftes sei. Von Kausalzusammenhängen mit früheren Symphtomen mit einer späteren Erkrankung ist dort nicht die Rede.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.04.2011 | 15:01

Sehr geehrter Fragesteller,

auf diese Formulierung kann man sich auch argumentativ stützen, falls die Versicherung die Leistung wirklich verweigern sollte.

Der geforderte Kausalzusammenhang ist ja von der Versicherung noch nicht bewiesen. Ich verstehe auch Ihr Argument, erfahrungsgemäß sind die Chancen aber leider hoch, dass die Versicherung diese Vorerkrankung leider als Leistungshindernis gegen Sie auslegen wird.

Sie sollten gegenüber der Versicherung ja auch nicht klein beigeben, sondern gegen eine Leistungsverwigerung aktiv vorgehen. Ich würde Ihnen gern eine andere Auskunft geben, sehe aber hier leider wirklich die Gefahr das die Versicherung so vorgehen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 29.04.2011 | 15:08

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 29.04.2011 4,4/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70539 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Hat mir sehr geholfen. Kein Ärger mehr mit dem Autohaus .Vielen Dank nochmal . M F G ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Es war verständlich und hat uns sehr geholfen beim nachfolgenden Gespräch mit dem Verkäufer ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr kompetenter Anwalt. Schnelle Antwort! ...
FRAGESTELLER