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Leiblicher Vater stimmt Namensänderung nicht zu, was tun?


08.05.2007 17:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen u. Herren,

mein Sohn ist 41/2 Jahre alt und hat mit meinem neuen Partner und Mann ein sehr gutes Vater-Kind-Verhältnis (Papakind).
Wir erwarten im September Nachwuchs und haben vor kurzem geheiratet. Mein Sohn möchte auch gern den Nachnamen von uns und ich würde mir das auch wünschen, da ich bei meinen Kindern keine Unterschiede machen möchte. Leider hat der Kindsvater ein Problem damit, dass mein Sohn zu ihm "Papa" sagt und überhaupt wir sein sehr harmonisches und glückliches Familieleben führen.
Der Kontakt zum KV besteht 2x wö für ein paar Stunden und alle 14 Tage für einen ganzen Tag. Leider kann ich nicht auf eine Zustimmung hoffen. Wie hoch sind die Chancen dass ein Familiegericht einer Namensänderung zustimmt. Meine Befürchtungen gehen nur dahin, dass mein Sohn sich ausgegrenzt fühlen könnte und dann evtl. ein Neid-Verhältnis zum 2. Kind bestehen könnte. Bitte geben sie uns eine Info !
Vielen Dank!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

hier kann ich Ihnen leider wenig Hoffnung machen, auch wenn ich den Wunsch nachvollziehen kann.

Eine Änderung des Namens des Sohnes aus früherer Ehe wäre nur möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (BVerwG, Urteil vom 13.12.1995; Az: 6 C 13/94), wobei allein der Wunsch des einheitlichen Namens nicht ausreicht.

Ein solcher Grund wäre nur dann gegeben, wenn eine Verwechslungsgefahr oder eine unglückliche Schreibweise vorliegt, was ich so nicht unterstellen kann.

Voraussetzng wäre weiter, dass die Namensänderung dem Kindeswohl förderlich wäre. Sofern Sie ausführen, dass Ihr Sohn sich zurückgesetzt fühlen könnte, wird dieses gerade dann, wenn ein gutes Vater-Kind-Verhältnis besteht, nicht ausreichen.

Selbst wenn Sie das alles noch begründen könnten (was ich schon für zweifelhaft halte), fehlt es dann offenbar an der Zustimmung des leiblichen Vaters, die aber erforderlich wäre (BGH Urteil vom 10.03.2005, Az: XII ZB 153/03).


Daher kann ich Ihnen leider wenig Hoffnung machen, hier eine Namensänderung durchzusetzen, und "Schönschreiberei" nützt Ihnen dabei wenig.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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