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Lebensversicherung bei englischer Gesellschaft - Brexit

| 27.06.2018 19:40 |
Preis: 50,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Guten Tag,

ich habe eine fondsgebundene Lebensversicherung bei einer britischen Gesellschaft abgeschlossen. Der Rückkaufwert ist bereits höher als die eingezahlten Beiträge, allerdings wären die Gewinne noch steuerpflichtig.
Nun überlege ich die Lebensversicherung wegen des Brexits zu kündigen.
Auf der Seite des Versicherers wird lediglich erklärt, dass bei einem ungeordneten Brexit versucht werde, die Versicherungen an eine in Deutschland ansässige Gesellschaft zu verkaufen.
Sehen Sie durch den Brexit ein Risiko für die reibungslose Auszahlung der Versicherung, und würden Sie mir zu einer Kündigung raten?

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Sehr geehrte Ratsuchende,


Ihnen einen Rat zum weiteren Verhalten zu geben, ist ohne Kenntnis Ihrer Risikobereitschaft auch hinsichtlich eines Totalverlustes kaum möglich.

Nach dem derzeitigen Stand der Verhandlungen zur Brexit-Abwicklung kann es durchaus möglich sein, dass es zu Probemen bei einer späteren Auszahlung kommt; die reibungslose Auszahlung sehe ich -vorbehaltlich der genauen Vertragsprüfung - in der Tat als gefährdet an.

Denn kommt es zum sogenannten "harten Brexit" (d.h. dass Großbritannien keinen Zugang zum EU-Binnenmarkt mehr hat), dürfte die britische Versicherung keine Gelder mehr an ihm EU-Ausland wohnende Bürger auszahlen, so dass die Zahlung an Sie (oder den Berechtigten) dann nicht in Betracht kommt.


Sofern der Versicherer erklärt, dass er versuchen werde, den Vertrag an eine in Deutschland ansässige Gesellschaft zu verkaufen, stellt das eine reine Absichtserklärung dar, deren Umsetzung "in den Sternen steht", da sich so ein Käufer dann erst einmal finden lassen müsste, denn die Auszahlungsprobleme bestehen dann auch gegenüber dem Aufkäufer.


Daher bleibt Ihnen die Wahl letztlich nur zwischen folgenden Alternativen:

1.)
Sie lassen den Vertrag mit der Gefahr des Gesamtverlustes weiterlaufen.

2.)
Sie übertragen den Vertrag auf einen GB-Bürger (falls es nach dem Vertrag möglich ist), der dann Ihnen die Auszahlung vornimmt, wobei es natürlich eine Vertrauensperson sein müsste.

3.)
Sie kündigen den Vertrag jetzt (falls nach dem Vertrag möglich) mit möglichen Kursverlusten.

4.)
Sie prüfen den Vertrag auf seine Wirksamkeit, insbesondere hinsichtlich möglicher Fehler bei der Widerrufsbelehrung. Häufig sind die Verträge in diesem Punkt mangelhaft, so dass auch jetzt noch ein Widerruf möglich sein kann, so dass Sie dann die geleisten Einzahlungen ohne Kursverlust durch Widerrufserklärung erzielen können.

Dazu wäre aber die Prüfung des Vertrages und der Widerrufsbelehrung notwendig; mögliocherweise muss der Widerruf dann in GB auch durchgesetzt werden (wobei wir Ihnen dann Kooperationskollegen in London nennen könnten).


Eine Empfehlung kann man Ihnen aus den oben genannten Gründen so nicht geben, wobei die 4. Alternative sinnvoll erscheint.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 02.07.2018 | 09:13

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