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Lebensmittelpunkt - ab welcher Aufenthaltsdauer - steuerpflichtig

22.10.2015 21:03 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung: Mit Wohnsitzbegründung in Deutschland ist das Welteinkommen in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig.

Schwiegersohn ist kroatischer Staatsbürger und ca. 6 Monate/Jahr auf einem Gastanker beschäftigt (je 2x 3 Monate ununterbrochen). Er zieht jetzt mit der Familie nach Deutschland.

Ist er hier steuerpflichtig und, wenn ja, wie lange muss er sich pro Jahr in Deutschland aufhalten?

Wenn steuerpflichtig, kann er eine gemeinsame Steuererklärung mit seiner Frau abgeben?

Gibt es etwas zu beachten, was später Schwierigkeiten geben könnte?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da Ihr Schwiegersohn dann in Deutschland einen Wohnsitz gemäß § 8 Abgabenordnung in Deutschland hat, ist er somit hier auch mit seinem Welteinkommen unbeschränkt steuerpflichtig. Auf die Staatsangehörigkeit kommt es dabei nicht an.

Bei Innehaben eines Wohnsitzes in Deutschland ist eine bestimmte Anzahl der Aufenthaltstage für die Besteuerung in Deutschland nicht relevant.

Aus Ihren Angaben kann nicht entnommen werden, auf wessen hoheitlichen Seegewässern bzw. für welchen Arbeitgeber Ihr Schwiegersohn arbeitet bzw. wo der Arbeitgeber seinen Sitz hat. Dies ist für die Besteuerung des Einkommens ebenfalls relevant. Es kann dadurch durchaus zu einer Doppelbesteuerung des Einkommens kommen. Es müsste geprüft werden, ob zwischen dem Wohnsitzstaat und dem Quellenstaat ein DBA besteht, um so eine Doppelbesteuerung zu vermeiden.

Eine Zusammenveranlagung mit der Ehefrau kann in Deutschland erfolgen.

Sie sollten das oben Beschriebene zur Doppelbesteuerung noch überprüfen lassen, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 17.11.2015 | 15:39

Wäre dann ein Zweitwohnsitz in Deutschland denkbar (erster Wohnsitz Kroatien, da Immobilie dort vorhanden)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.11.2015 | 16:28

Wenn es sich bei der Wohnung in Deutschland um die einzige Wohnung in Deutschland handelt, so gilt diese als alleinige Wohnung (sprich als Hauptwohnung) und kann nicht als Zweitwohnung eingestuft werden.

Nur bei mehreren Wohnungen innerhalb Deutschlands kann eine Klassifizierung von Hauptwohnung – Nebenwohnung – etc. vorgenommen werden.

Da es sich bei der Wohnung aber auch nach Ihrer Schilderung um die „Familienwohnung" handelt, gilt diese bei Verheirateten bei gemeinsam benutzter Wohnung eben auch um die Hauptwohnung.

Wie bereits bei der ersten Antwort beschrieben, ist zu prüfen, auf wessen Hoheitsgewässern bzw. für welchen Arbeitgeber/Land Ihr Schwiegersohn tätig ist. Gegebenenfalls hat ein anderes Land aufgrund eines bestehenden Doppelbesteuerungsabkommens (soweit eines vorhanden ist) das Besteuerungsrecht der Einkünfte der von Ihnen genannten Tätigkeit. Sollte dies der Fall sein, besteht in Deutschland zwar dennoch eine Steuerpflicht, aber es kommt dann zur Anrechnung bzw. Abzug der bereits gezahlten Steuern im anderen Land.

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