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Lebenslauf


| 03.01.2006 14:52 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe im September meine Ausbildung im mittleren Dienst (Beamter auf Widerruf) beendet und wurde nicht übernommen.

Ich beziehe momentan SGB II (Hartz IV).

Aufgrund meiner Bewerbungen habe ich jetzt die Möglichkeit eine Stelle im mittleren Dienst (Beamter auf Probe) anzutreten.


Problem:

Ich habe meine Schulausbildung (mit 16 Jahren) abgebrochen, dann eine Ausbildung angefangen, diese nach 1 Jahr abgebrochen, war kurzzeitig arbeitslos (ca.2 Monate) und bin dann wieder zur Schule gegangen und habe meinen Schulabschluss nachgeholt.

Dieses 1 Jahr Ausbildung + die Arbeitslosigkeit habe ich nie in meinem Lebenslauf erwähnt, aber auch nichts anderes hingeschrieben. Ich habe es lediglich im Lebenslauf verschwiegen und nicht im Lebenslauf angegeben.

Jetzt muss ich meinen gesamten beruflichen Lebenslauf beglaubigt nachweisen ( Schulzeugnis, Berufsausbildung, Wehrdienst usw.), für Fehlzeiten ohne Nachweise muss eine Glaubhaftmachung abgegeben werden.

Frage:

Soll ich die Beglaubigungen ab meinem Schulabschluss einreichen, wie bisher auch, und abwarten ob die Lücke im Lebenslauf auffällt bzw. hinterfragt wird oder meine Bewerbung zurückziehen??

Darf so etwas gegenüber Bundesbehörden verschwiegen werden??

Was kann mir Straf- und Disziplinarrechtlich passieren, wenn es jetzt oder später auffällt??

Welches Recht ist zuständig, Straf-, Verwaltungs-, Arbeitsrecht??

Danke.

Mit freundlichen Grüßen,

I. S.

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese aufgrund des von Ihnen dargestellten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist es so, dass Sie Ihrem zukünftigen Arbeitgeber auf die Frage nach Ihrem beruflichen Werdegang auch wahrheitsgemäß und vollständig antworten müssen. Andernfalls kann es sein, dass, wenn Ihre Auslassungen herauskommen, der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis anfechten kann, wenn er bei vollständiger Darstellung den Vertrag nicht eingegangen wäre. Dabei ist es erst einmal egal, ob es sich beim Arbeitgeber um eine Bundesbehörde oder nicht handelt.

Allerdings kommt es in Ihrem Fall für Ihre Qualifikation nicht auf die abgebrochene Ausbildung an, sondern vielmehr darauf an, dass Sie Ihren Schulabschluss nachgeholt und sich damit für die Ihnen jetzt angebotene Stelle qualifiziert haben. Jedoch würde ich Ihnen unbedingt raten, dass Sie Ihren gesamten beruflichen Werdegang aufführen, vor allem, da ja für Fehlzeiten ohne Nachweise eine Glaubhaftmachung vorgelegt werden muss. Spätestens im Vorstellungsgespräch werden Sie sowieso nach den Lücken gefragt. Stehen Sie dazu und stellen Sie sie positiv dar. So können Sie ja mit Stolz behaupten, dass Sie nach abgebrochener Schule und Ausbildung erkannt haben, wie wichtig die abgeschlossene Schulausbildung ist und Sie sich daher doch noch einmal dahinter geklemmt haben, was ja, wenn man einmal aus dem Schulbetrieb draußen ist, viel schwerer ist und Durchsetzungskraft und Entschlossenheit erfordert.

Aus Ihren Ausführungen wird nicht ganz deutlich, ob Sie den lückenhaften Lebenslauf schon eingereicht haben oder nicht. Sie sollten Ihre Bewerbung jedoch nicht zurückziehen, sondern, wenn Sie den Lebenslauf schon abgeschickt haben gegebenenfalls eine korrigierte Fassung nachsenden.

Zuständig für beamtenrechtliche Streitigkeiten, das gilt auch für Beamte auf Probe, ist das Verwaltungsgericht. Strafrechtliche Konsequenzen haben Sie meines Erachtens nicht zu befürchten.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen weiter geholfen zu haben. Gerne stehe ich Ihnen im Rahmen der einmaligen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Nicole Maldonado

Nachfrage vom Fragesteller 04.01.2006 | 11:43

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Maldonado,

danke für die schnelle Beantwortung meiner Frage.

An dem Auswahlverfahren (persönliches Bewerbungsgespräch, Gruppengespräch, Referat usw.) habe ich bereits erfolgreich teilgenommen. Die Lücke im Lebenslauf wurde niemals hinterfragt und ist wohl nie aufgefallen.

Problem:
Die Personlakte aus meiner Dienststelle in der ich meine Ausbildung absolviert habe wird von der neuen Dienststelle zur Einsicht angefordert und dort steht das Jahr auch nicht im Lebenslauf. Somit würde der Verdacht des Vorsatzes bestätigt werden, wenn ich es jetzt bei der neuen Dienststelle nachreiche.
Bei der alten Dienststelle geht das schon garnicht.

Wie soll ich das der neuen Dienststelle erklären, vorausgesetzt die beiden Lebensläufe werden verglichen, was mir nicht bekannt ist??

Mir war es immer peinlich das Jahr anzugeben.

Wer darf meine Rentenversicherungszeiten ohne meine Einwilligung bei der Rentenversicherung einsehen?? Es soll für bestimmte Behörden/Unternehmen ohne Einwilligug möglich sein??

Danke.

Mit freundlichen Grüßen,

I. S.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.01.2006 | 14:50

Ich bin der Ansicht, dass Ihnen, auch wenn Sie die Lücke im Lebenslauf nicht schließen, eigentlich nichts passieren kann. Denn wenn es Ihrem Arbeitgeber wirklich auf die Lücke angekommen wäre, wären Sie ja danach gefragt worden. Im Übrigen hat Ihre Lücke ja auch nichts mit Ihrer jetzigen Arbeit zu tun. Insofern rate ich Ihnen nach Ihren neuen Ausführungen einfach, nichts zu tun.

Im Übrigen können Ihre Rentenversicherungszeiten grundsätzlich von niemandem außer Ihnen erfragt werden. Sogar dies geht eigentlich nur schriftlich und nicht telefonisch, um die Informationen nicht an Unbefugte herauszugeben. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, so zB wenn ein richterlicher Pfändungsbeschluss existiert. Erst dann dürften die Daten heraus gegeben werden. Ansonsten müssten Sie immer einwilligen bzw. die Informationen selber heraus geben.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Nicole Maldonado

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