Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Lebenslauf


| 18.06.2007 21:42 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich befinde mich seit ca. 6 Jahren in einem unbefristeten arbeits Verhältnis. Als ich mich damals beworben habe, ist mir ein Fehler im Lebenslauf unterlaufen – ein Tippfehler.

Ich habe angegeben, dass ich eine Nebentätigkeit (während des Studiums und ca. 2 Jahre vor der Bewerbung) für etwas über ein Jahr lang ausgeübt habe. In der Tat habe ich diese nur ein Paar Monate ausgeübt (Jahresangabe stimmte nicht).
Im ursprünglichen Bewerbungsgespräch wurde ich hierzu gefragt, da meine Angaben bedeutet hätten, dass ich gleichzeitig in 2 Länder gearbeitet / studiert hätte. Ich konnte den Fehler erklären und habe mir keine weiteren Gedanken dazu gemacht. Aus meiner Sicht war es auch offensichtlich, dass es sich nur um einen Fehler handeln konnte, da es unmöglich so gewesen sein kann und ich hatte nicht das Gefühl, dass die Interviewer das anders empfunden habe.

Da diese Nebentätigkeit im Ausland stattfand, hatte ich kein Arbeitszeugnis eingereicht – ich hatte keines bekommen, da dies im Ausland nicht üblich war. Ich würde auch nie danach gefragt oder gebeten, ein Zeugnis nachzureichen.

Nun möchte mich intern neu bewerben und die Abteilung wechseln. Ich glaube nicht, dass es in meiner Personalakte ein Vermerk bzgl. des Gesprächs gibt bzw. darüber, dass wir diese Unstimmigkeit besprochen und geklärt hatten. Ich glaube nicht, dass dies im Gespräch überhaupt notiert wurde. Somit liegt nur mein fehlerhafter Lebenslauf in der Akte und ich habe Angst, dass bei einer neuen Bewerbung, der Fehler erneut auffällt und mir vorgeworfen wird, falsche Angaben gemacht zu haben.

Könnte das für mich Konsequenzen mit sich ziehen? Ich kann nicht mehr nachweisen, dass der Punkt geklärt wurde. Muss ich um meinen Job fürchten? Was kann mir passieren?

Ich denke nicht, dass diese Nebentätigkeit als ausschlaggebend für die Einstellung dargestellt werden kann aber das ist sicherlich Interpretationssache!

Ich würde mich freuen wenn Sie mir hier helfen könnten! Was kann passieren? Wie sollte ich mich verhalten?

Vielen Dank im Voraus.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Rechtssuchende,
ich beantworte Ihre Anfrage wie folgt:
Zuerst sollten Sie bedenken, dass vom Arbeitgeber erkannte Lügen im Lebenslauf zur Auflösung des Arbeitsvertrages führen können und eventuell strafrechtlich zu würdigen sind.
Diese Konsequenzen sind aber vor allem daran zu messen, wie entscheident die falsche Darstellung für die Einstellung/ Nichteinstellung des Arbeitnehmers waren. In Ihrem Fall haben Sie die Unstimmigkeit schon erklärt. Dem Arbeitgeber ist Ihr Lebenslauf mit Erläuterungen bekannt. Sie arbeiten außerdem schon 6 Jahre im Unternehmen. Die Anfechtungsfrist des Arbeitsvertrages wegen arglistiger Täuschung ist damit verjährt. Sie schilderten ja ausdrücklich, dass Sie im Bewerbungsgespräch diese falsche Angabe erläutert hatten. Für eine interne Bewerbung sollten Sie sowieso einen aktuellen Arbeitsvertrag erstellen.
Ich hoffe diese ersten Informationen reichen Ihnen.
Mit freundlichen Grüßen
Steffen Rogge
Rechtsanwalt
Balan Stockmann & Partner

Nachfrage vom Fragesteller 18.06.2007 | 22:22

Sehr geehrter Herr Rogge,
vielen Dank für die schnelle Antwort.

Mir geht es hauptsächlich darum ob ich mein Job verlieren könnte. Wenn ich Sie richtig verstehe, kann dies in keinem Fall passieren - oder? Was wären ggf. mögliche Strafrechtliche Folgen?

Gilt dies (Verjährung usw.) auch für den Fall, dass ich nicht nachweisen kann, dass die Unstimmigkeiten geklärt waren? Die Gesprächspartner für das nächste Mal sind sicherlich andere! Verjährt ist eine "arglistige Täuschung" nur nachdem diese dem Arbeitgeber bekannt wurde. Wenn mein Arbeitgeber aber abstreitet (oder einfach nocht mehr nachvollziehen kann), dass wir das Thema besprochen haben, tritt doch keine Verjährung ein, oder?

Trifft wirklich in diesem Fall "arglistige Täuschung" überhaupt zu? Es war nicht absichtlich und ich denke, dass das auch dadurch klar wird, dass die Unstimmigkeit so offensichtlich war. Keine Zeugnissfälschung usw.

Meinten Sie im vorletzten Satz, ich sollte einen neuen "Lebenslauf" erstellen? Sollte ich den Fehler einfach berichtigen? Was für Folgen (positiv und negativ) hätte diese Vorgehensweise?
Vielen Dank im Voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.06.2007 | 09:57

Sehr geehrte Rechtssuchende,
ich kann Ihre Bedenken nachvollziehen. Haben Sie Anhaltspunkte dafür, dass Ihr Arbeitgeber das "alte" Zeugnis nochmals prüfen wird? Was wurde denn im Rahmen des Einstellungsgespräches erörtert. Wenn Sie im Rahmen des Vorstellungsgespräches die unstimmigen Punkte besprochen haben, hat Ihr Arbeitgeber Kenntnis von den falschen Darstellungen. Nur für diesen Fall gilt, dass eine Anfechtung des Vertrages nicht mehr möglich ist. Im § 124 BGB heißt es dazu, dass eine Anfechtung nur binnen Jahresfrist nach Erlangung der Kenntnis von der Täuschung erfolgen kann. Hat Ihr Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch die Kennntis erlangt, so können Sie sich den Zeitpunkt der Verjährung ausrechnen.
Eine strafrechtliche Verfolgung des falschen Inhalts wird hier meiner Ansicht nicht erfolgen. Dazu muss ich aber in Ihrem Fall davon ausgehen, dass Sie nur die Daten in der Studienzeit (vor dem Berufseinstieg) unrichtig dargestellt haben Diese teilten Sie jedenfalls mit. Sollten auch Daten, wie Qualifikationen und Abschlüsse falsch dargestellt worden sein, so sieht es anders aus.
Die vorberuflichen Tätigkeiten ist dann nicht entscheidungserheblich, wenn sie für Ihre jetzige Tätigkeit ohne Belang sind.
"neues Zeugnis":
Sie erklärten, dass Sie schon 6 Jahre im Unternehmen sind. Dann müßte m.E. der Lebenslauf angepasst werden.
Weitere Beratungstätigkeiten kann ich nur geben, wenn Sie mir Ihre Unterlagen zur Prüfung übersenden und die Beratungsgebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz zahlen.
Mit freundlichen Grüßen
Steffen Rogge
Rechtsanwalt
Balan Stockmann & Partner

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die schnelle Antwort - besonders dafür, dass Sie auf meine Nachfrage detailiert eingegangen sind. "
FRAGESTELLER 4/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER