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Lebensgemeinschaft / Ehe


06.08.2007 13:32 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Mein Lebensgefährte (65)und ich (58)sind seit zwanzig Jahren zusammen,wobei wir 18 Jahre einen gemeinsamen Haushalt hatten und jetzt seit 2 Jahren getrennt wohnen. Mein LG hat die eidesstattliche Versicherung und darf kein Einkommen / Rente über der pfändbaren Grenze haben.
Nun tragen wir uns mit dem Gedanken, die Haushalte wieder zusammen zu führen und zu heiraten um uns im Alter besser abzusichern. Hierzu habe ich einige Fragen:

1. Kann ich zur Tilgung der Altlasten herangezogen werden und
wie kann man da entgegen wirken.
2. Wenn ich z.B. Witwenrente meines LG bekäme, wäre die auch noch
pfändbar? (Es ist das Finanzamt im Spiel)
3. Wäre im umgekehrten Fall, wenn mein LG von mir Witwerrente
bekäme, diese auch pfändbar, wenn sein Gesamteinkommen über
den nicht pfändbaren Betrag hinausginge?
4. Wie hoch wäre die Steuerminderung, wenn ich im vorgenannten
Fall von Steuerklasse I in Steuerklasse III käme ??

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

1. Nein, auch im Rahmen des gesetzlichen Güterstandes können Sie nicht persönlich für die Schulden Ihres zukünftigen Ehemannes herangezogen werden.

2. Nein, denn die Witwenrente ist ein persönlicher Anspruch den Sie dann selbst erworben haben.

3. Ja, eine Pfändung wäre dann grundsätzlich möglich.

4. Die unterschiedlichen Lohnsteuerklasse berücksichtig u.a. unterschiedliche Freibeträge, Pauschbeträge für Arbeitnehmer, Sonderausgaben und Vorsorgeaufwendungen. Die Steuerklasse III hat wesentlich höhere Freibeträge. Für die Berechnung der Steuerlast, etc. sind Ihre gesamten Einkommensunterlagen zur Ermittlung des steuerbaren Einkommens erforderlich. Eine Berechnung kann daher in Ihrem Interesse nicht öffentlich im Rahmen einer Erstberatung erfolgen. Die optimale Strategie im Hinblick auf die Einkommenssteuer kann Ihnen nur im Rahmen einer umfangreichen Auswertung vorgenannter Daten eröffnet werden. Gleichwohl kann Ihnen für eine erste Orientierung unverbindlich die Hilfe anhand diverser Berechnungsprogramme nahe gelegt werden, wie sie im Internet über den Suchbegriff Lohnsteuerklasse zu finden sind. Hier können Sie sodann anhand Ihrer Einkommenssituation eine erste Berechnung erstellen.
Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 07.08.2007 | 21:19

Zu Frage 1:

Es ist also keine Gütertrennung notwendig, obwohl die gemeinsame Adresse wieder die der ersten 18 Jahre ist??

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.08.2007 | 00:23

Sehr geehrte Fragestellerin,

der gesetzliche Güterstand sieht vor, dass die Vermögen von Ehefrau und Ehemann weiterhin separat geführt werden. Dies im Unterschied zu Gütergemeinschaft. Allerdings sieht der gesetzl. Güterstand auch den Zugewinnausgleich nach der Ehescheidung vor.

Auch als Ehegatte nach vorgenanntem Güterstand haften Sie somit nicht mit dem eindeutig Ihnen gehörigen Vermögen für die Verbindlichkeiten des Ehemannes. Ob natürlich ein Ehevertrag und Gütertrennung das bessere Modell für die neue Ehe sind, müssen Sie selbst entscheiden. Dies wäre ine andere Frage und es bedarf zur Beantwortung einen Umfassenden Überblick über die Situation von Ihnen und Ihrem zukünftigen Ehemann.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

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