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Lebensgemeinschaft


15.09.2005 10:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

Seit 5 Jahren lebe ich mit meinem Freund zusammen. Die Wohnung, in der wir jetzt leben, befindet sich in meinem Besitz. Da es jetzt voraussichtlich zu einer Trennung kommen wird, ist meine Frage folgende: mein Lebensgefährte droht mir damit, das Ceranfeld, den Spüleinsatz und die Dunstabzughaube aus der Küche zu entfernen. Diese Sachen wurden von ihm bezahlt. Das würde für mich bedeuten, mir alles neu zu kaufen in der gleichen Größe, was ich finanziell garnicht kann. Ich habe im Keller noch ein Ceranfeld, Abzugshaube und Spüleinsatz, die aber wesentlich kleiner sind. Dies würde bedeuten, das ich die Küche mit einer kompl. neuen Arbeitsplatte versehen muß, was auch erhebl. Kosten mit sich bringt. Frage: darf er diese Sachen einfach entfernen? Die Küche wird auch von meinem 80-jährigen Vater genutzt.
15.09.2005 | 11:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1. Ceranfeld

Wenn Ihr Freund nur das Ceranfeld gekauft hat, und nicht den dazugehörigen Unterschrank, dann kann er es nicht mitnehmen. Mit Einbau des Kochfeldes in den Unterschrank wurde es wesentlicher Bestandteil desselben. Wenn Ihnen die Schränke und übrige Küche gehört, sind Sie nun Eigentümerin des Feldes.
ABER: er kann gegen Sie einen Anspruch auf Zahlung des momentanen Zeitwerts (nicht Anschaffungswert) geltend machen (§ 951 Abs. 1 BGB).

2.Das Gleiche gilt für den Spüleinsatz, da dieser ja ebenfalls in einen Unterschrank eingebaut werden muß. ER kann also nur einen Wertersatz dafür fordern.

3.Bei der Dunstabzugshaube ist es etwas anders, weil diese ohne Verlust abmontiert werden kann.

4.Ich würde Ihnen raten, dass Sie Ihrem Ex mitteilen, dass er die Sachen nicht mitnehmen kann und Sie, wenn er es doch tut, mit einer Anzeige wegen Diebstahl drohen.

5.Je nachdem wie er reagiert können Sie ihm eine Ausgleichszahlung anbieten, um die Wogen wieder zu glätten. Dafür setzten Sie einen angemessenen Zeitwert fest (nach 5 Jahren schätzungsweise noch 50% des Anschaffungswert bei Neukauf) und rechnen Sie dagegen, was Sie noch zu bekommen haben (Mietzahlung oder ähnliches).

6.Im Sinne des Handels bieten Sie ihm aber erst weniger an, als Sie bereit sind zu zahlen. Wenn er dann mehr will, können Sie sich unter „Hängen und Würgen“ zu mehr durchringen. So kommen Sie eventuell zu einem Zahlbetrag, den Sie verkraften können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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