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Lebensgefährte arbeitet umsonst im Betrieb mit


19.11.2007 23:47 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Elmar Dolscius



Guten Tag,
mein Lebensgefährte (welcher auch bei mir wohnt) und auch mehrere Freunde arbeiten idealistisch in meinem Kleinbetrieb mit, wobei ich sozusagen die Gesamtverantwortung nach außen übernommen habe aber faktisch alle zusammen als Team arbeiten.
Bis dto waren alle bei mir regulär angestellt und haben 420 EUR brutto im Monat bekommen - damit auch alle eine Krankenversicherung hatten....SV Beiträge wurden regulär bezahlt bis einschließlich Juni 2007. Dann habe ich weil ich Verluste gemacht habe alle entlassen.

Jetzt habe ich wieder Märkte und Messen es geht langsam bergauf und alle Freunde und auch mein Lebensgefährte wollen mir unentgeltlich dabei helfen wieder auf die Beine zu kommen und mitarbeiten. Wie kann ich dies legal machen ohne daß da der Verdacht Schwarzarbeit aufkommt? Wahrscheinlich glaubt mir dies kein Finanzamt.... familienhafte Mitarbeit ist dies ja wahrscheinlich auch nicht wenn Freunde umsonst an Weihnachtsmarktständen stehen???

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Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Frage summarisch auf der Basis der mitgeteilten Informationen. Ich weise darauf hin, dass die Frage nur auf dieser Basis beantwortet werden kann. Weitere, nicht mitgeteilte Informationen können eventuell zu einer anderen Antwort führen.

In der Tat besteht die Gefahr, dass die Behörden Schwarzarbeit annehmen könnten. Voraussetzung für Schwarzarbeit ist allerdings, dass ein Gehakt gezahlt wird. Dies ist nach Ihrer Darstellung nicht der Fall. Den Nachweis zu führen, könnte sich da schon schwerer gestalten. Aus diesem Grund sollte der Umfang der Freundschaftsdienste auch eher gering gehalten weden.
Hier ist dann auch die einzige Möglichkeit, die Ihnen rechtlich bleibt. Denn wie Sie schon richtig erkannt haben, sind Hilfeleistungen von Angehörigen oder Lebenspartnern, wie auch die Nachbarschaftshilfe, Gefälligkeit oder Selbsthilfe zulässig. Jedoch nur, wenn sie nicht nachhaltig auf Gewinn gerichtet sind. Solange sich die Hilfe also in einem angemessenen Rahmen hält, ist sie zulässig. Sofern dahinter jedoch Gewinnerzielungsabsicht steht, funktioniert diese Vorgehensweise nicht mehr. In Ihrem Fall steht nach Ihrer Aussage wohl auch Gewinnerzielungsabsicht, daher dürften mehr als ein bis zwei Veranstaltungen die Höchstgrenze darstellen.

Daher bleibt Ihnen auf Dauer leider keine andere Möglichkeit, als Ihre Mithelfer auf 400 Euro Basis anzustellen, da dies die günstigste Alternative ist.

Andere Möglichkeiten bewegen sich außerhalb des rechtlichen Rahmens und müssen daher bei meinen Darstellungen außer Betracht bleiben.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positivere Antwort geben konnte. Dennoch wünsche ich Ihnen viel Erfolg für die Zukunft und Ihr Geschäft.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt
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