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Leben im EU-Ausland, gemeldet in Deutschland

21.10.2017 11:23 |
Preis: 55,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin deutscher Staatsbürger und lebe und arbeite seit drei Jahren in England. Ich bin freiberuflich in der Medienbranche tätig (in Deutschland als Kleinunternehmer, in England habe ich eine Limited Company gegründet). Ich arbeite ausschließlich aus England, 95% meiner Aufträge sind für englische Kunden und nur in Ausnahmefällen für deutsche Kunden.

Um meine deutsche Krankenkasse nicht zu verlieren (wegen einer chronischen Erkrankung), bin ich noch in Deutschland gemeldet, und zwar im Haus meiner Eltern. Hier würde mir, sofern ich das wollte, jederzeit Wohnraum zur Verfügung stehen. Ich mache einmal im Jahr meine Steuererklärung in Deutschland (mit der Hilfe einer Steuerberaterin), habe eine deutsche Krankenkasse und ein deutsches Konto. Post kann an meine deutsche Adresse geschickt werden und wird dann an meine englische weitergeleitet.

Kurz nach meinen Umzug nach England habe ich beim Bürgerbüro erkundigt, ob es möglich ist weiterhin in Deutschland gemeldet zu bleiben – die Mitarbeitern hat mir das bestätigt (orig. Zitat: "Das können Sie uns auch in fünf Jahren noch mitteilen").

Meine Frage: Ist das noch immer der Fall? Falls nein, was muss ich tun, und mit welchen Problemen muss ich rechnen?


Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Meldepflicht in Deutschland ergibt sich aus § 17 Abs. 1 des Bundesmeldegesetzes, wenn Sie eine Wohnung im Inland beziehen, haben Sie dies den Meldebehörden mitzuteilen. Genau genommen aber bewohnen Sie keine Wohnung im Inland sondern Sie halten sich im im Ausland auf, daher ist Ihre Meldung de facto unrichtig. Dies ist nach dem Gesetz eine Ordnungswidrigkeit, dies ergibt sich aus § 54 des Bundesmeldegesetzes.

Sollte also der wahre Sachverhalt bei den Behörden zur Kenntnis kommen, so droht Ihnen eine Geldbuße.

Stand heute besteht in England keine Meldepflicht, melderechtlich bestehen dort also keine Probleme. Wichtig ist schließlich, dass Sie Ihre Einkünfte zutreffend versteuern, denn zu einem nicht unwesentlichen Teil werden Sie bzgl der unternehmerischen Tätigkeit in GB steuerpflichtig sein und nicht in Deutschland, da Sie jedoch mit einem Steuerberater Ihre Erklärungen fertigen, sollte dies beachtet sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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