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Lebe im Ausland (VAE) und moechte Zeitungsanzeige in Deutschland aufgeben - MwSt

| 23.07.2012 10:18 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich moechte eine private Traueranzeige in einer deutschen Tageszeitung aufgeben und da ich ausserhalb der EU lebe war ich der Annahme, keine Mehrwertsteuer bezahlen zu muessen. Ich habe dies bereits letztes Jahr getan und die Mehrwertsteuer wurde aus der Rechnung entfernt.

Soeben bekam ich eine email von der Zeitung "Da Sie in einem Drittland leben, wird für Privatkunden MwSt. berechnet. Mehrwertsteuerfrei sind Gewerbliche Betriebe mit Angabe der Umsatzsteuernummer".

Bitte lassen Sie mich wissen ob dies korrekt ist oder ob die Mehrwertsteuer entfernt werden muss.

Vielen Dank.

MfG

23.07.2012 | 11:26

Antwort

von


(27)
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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Berücksichtigung des mitgeteilten Sachverhalts und des Einsatzes wie folgt beantworte:

Der Aufschlag von Umsatzsteuer ist zutreffend.

Eine Zeitungsannonce ist eine sonstige Leistung im Sinne des Umsatzsteuerrechts. Eine solche ist in Deutschland zu besteuern, weil (neben anderen Voraussetzungen) der Ort der Leistung in Deutschland liegt und keine Steuerbefreiung greift.

1. Begrifflichkeiten: Unternehmer und Nichtunternehmer

Das Umsatzsteuerrecht unterscheidet zwischen "Unternehmern" und "Nichtunternehmern". In Ihrem Fall ist der Zeitungsverlag der "Unternehmer" und Sie, sehr geehrte Fragestellerin, sind der "Nichtunternehmer".

2. Ort der Leistung

Entscheidend ist der Ort der Leistung. Dies liegt daran, weil nur Vorgänge in Deutschland besteuert werden, deren Ort der Leistung im Inland liegt (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG).

Der Ort der sonstigen Leistung richtet sich nach § 3a UStG. Nach der Grundregel wird die sonstige Leistung am Ort des Unternehmers (also Deutschland)erbracht.

In Ihrem Fall bleibt es bei dieser Grundregel.

Eine Ausnahme greift nicht. Insbesondere liegt kein Fall von § 3a Abs. 4 UStG vor. Es gibt nach dieser Vorschrift zwar ein paar Sonderfälle, in denen die Leistung auch gegenüber einem "Nichtunternehmer" am Ort des "Nichtunternehmers" (hier: VAE) zu versteuern wäre. Darunter fällt bspw. Werbung. Der Fall einer privaten Trauerannonce ist aber nicht erfasst. Ich gehe nach Ihrer Darstellung auch davon aus, dass die Annonce in Deutschland erschienen ist, so dass ein besondere Bezug zum Drittland eher fernliegt.

Zur Vollständigkeit: Der Hinweis der Zeitung, dass Betriebe mit Umsatzsteuernummer "mehrwertsteuerfrei" sind, hat seinen Ursprung in § 3a Abs. 1 S. 2 UStG. Bei sonstigen Leistungen von "Unternehmern" gegenüber "Unternehmern" ist im Regelfall am Empfängerort die Leistung zu versteuern.

3. Keine Steuerbefreiung

Es kommt auch keine Steuerbefreiung in Frage. § 4 UStG enthält einen Katalog von Steuerbefreiungstatbeständen. In Ihrem Fall greift aber keiner der genannten Fälle.


Ich hoffe, Ihre Anfrage damit vollständig und trotz des komplizierten Umsatzsteuerrechts verständlich beantwortet zu haben. Andernfalls nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Christian Höll
Rechtsanwalt

Rudolphstraße 30
90489 Nürnberg

Tel.: 0911 3766944
Fax.: 0911 37669455
Web.: www.sh-recht.de


Rechtsanwalt Dr. Christian Fuchs
Fachanwalt für Strafrecht, Fachanwalt für Steuerrecht

Bewertung des Fragestellers 23.07.2012 | 11:40

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